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  israel heute - Forum  Erlebnisse u. E...  Erfahrungsausta...  Jüdische Vorfahren
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neuer Beitrag 03.03.2010 11:40
  Esther
20 Beiträge
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Re: Jüdische Vorfahren 

Nur wer juedisch ist, einen juedischen Vater oder mindestens einen juedischen Opa/Oma hat , hat das recht auf Aliyah (man muss es beweissen koennen). Auch Ehepartner von demjenigen der Recht auf Einwanderung hat wuerde das selbe Recht bekommen, auch wenn diese keinen juedischen Angehoerige hat.

 
neuer Beitrag 18.07.2010 15:25
  Bosserhoff
4 Beiträge
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Re: Frage 

Shalom Umherwandernde,

um ein altes Vorurteil zu gebrauchen, ist ein Jude ein Umherwandernder. Aber soviel ich weiß, stammt aus der kananäischen Zeit der Ausdruck Habiru, Ivri, Wandernder, heute Hebräer, damit sind Nomaden gemeint. Avraham war ein Nomade. Dieser Ausdruck findet sich in dem Buch "Sinuhe, der Ägypter". Erst die Nazis haben aus dem Wort ein Schimpfwort gemacht.

Sollte da unterschwellig etwas vorhanden sein bei Dir? Spass beiseite.

Egal, ich liebe Deine Zurückhaltung Deinem Papa gegenüber. Wie Du für eine für Dich wichtige Frage ihm keinen Schmerz machen möchtest. Darauf ruht der Segen des Allmächtigen.

Welche Deiner Großmütter war Jüdin? Die des Vaters oder der Mutter? Sollte die Mutter Deiner Mutter Jüdin gewesen sein, ist die Frage schon geklärt. Du bist auch eine. Wenn es die Mutter Deines Vaters war, bist Du keine. So einfach ist das. So lautet das jüdische Gesetz: Jüdische Mutter oder Übertritt zum Judentum. Mütter erziehen die Kinder, auch im Glauben. So habe ich es in Israel gelernt, als ich selber vor der Frage stand. Mir sagte ein Rabbi, der von meinem christlichen Glauben wusste, es würde mir sehr schwer fallen, Jüdin zu werden, denn es bedeute, dass ich dann allem bisher Geglaubten abschwören müsste. Ich konnte nicht.

Überlege mal, welche Namen Deine Vorfahren trugen, klingen sie vielleicht irgendwie jüdisch? Rosenzweig, Ginsburg oder...

Vielleicht kannst Du in dem kleinen Dorf Leute finden, die noch Erinnerungen haben an Eure Vorfahren?

Du kannst Dich auch an das Archiv in der Neuen Synagoge Berlin, Oranienburger Straße, wenden. Die haben dort die meisten gefundenen Unterlagen. Oder auch an die Bibliothek der Jüdischen Gemeinde Berlin-Charlottenburg, Fasanenstraße.

Ansonsten, auch wenn nur "ein Teil von Dir" jüdisch ist, hast Du ein Recht auf Einwanderung. Möglicherweise werden Dich fromme Juden fragen, wie weit Dein Judesein reicht. In Israel immer bei so etwas die Wahrheit sagen, wird immer und überall vorbehaltlos und liebevoll anerkannt. Wenn Du nur über Deinen Papa jüdisch bist, musst Du vor einer Heirat erst zum Judentum übertreten. Das dauert ca. 6 Monate, aber Du hast ja mit Deinen eigenen Worten eine halbjüdische Erziehung, es wird Dir nicht schwer fallen. Trauungen werden in Israel vom Rabbiner durchgeführt, der traut keine Mischehe. Standesamt gibt es nicht. Wenn Du als Jude einen Nichtjuden heiraten willst, kannst Du das nur im Ausland.

Ich wünsche Dir, dass Du Deinen Weg und Frieden findest. Sei gegrüßt von

Sigrid

 
neuer Beitrag 18.07.2010 15:36
  Bosserhoff
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Re: Jüdische Vorfahren 

 anonymous schrieb

Hallo Margot,

wenn du jüdischer Abstammung bist, dann sollte es doch kein Problem für dich sein nach Israel auszuwandern.Die Einreise nach Israel soll ja sowieso viel leichter gemacht werden , vor allem für Leute aus Russland was ich eigentlich nicht verstehen kann. Nur zwingt man in Israel die Menschen die einreisen schnell zu Verpflichtungen  z.b Hauskauf, evt mit Kreditfinanzierung , weil man dort anderfalls schwer eine Unterkunft findet.

Ich bin etwas verschnupft über den Ausdruck: Zwingen zum Hauskauf. Das ist nicht ganz korrekt. Als es noch Kibbuzim gab, hat man auch den russischen Juden geraten, erst einmal dort unterzuschlüpfen. Zum Teil war ihnen gar nicht bewusst, wohin sie eigentlich ziehen wollten. Sie wollten nicht, ein Kibbuz sei für sie so etwas wie eine Kolchose. Das war ihnen unsympathisch. Da es in Israel aber kaum Mietwohnungen gibt, ist man darauf angewiesen, eine Wohnung zu kaufen, aber es wird Neueinwanderern durch großzügige Finanzierungen alles sehr erleichtert. Sie brauchen auch in den ersten 5 Jahren (wenn ich mich nicht irre), keine Steuern zu bezahlen. Sprachkurse werden kostenlos angeboten. Sie bekommen auch eine Erstausstattung, sogar einen Fernseher. Und Hilfe bei der Arbeitssuche. Fast alles im Alltag ist in Israel so geregelt wie in Deutschland.

Ich wünsche alles Gute für das Abenteuer Umzug nach Israel. Auch wenn meine Erläuterungen über Leben in Israel durchweg positiv sind, ein anderes Land ist ein Abenteuer, aber es lohnt sich. Und wie es sich lohnt !!!

 

 
neuer Beitrag 18.07.2010 15:49
  Bosserhoff
4 Beiträge
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Re: Jüdische Vorfahren 

Ich kenne einige Israelis, die außer dem israelischen auch noch den deutschen Pass haben, weil sie in Deutschland geboren sind. Sie wollen ihn nicht hergeben, weil sie Vorteile davon haben oder aus nostalgischen Gründen, weil sie denken, sie würden ihre Vorfahren auf diese Weise verraten. Manche nutzen ihn auch, wenn sie in arabisches Ausland fahren, weil sie sonst keine Einreisegenehmigung bekämen. Mit dem deutschen Pass ist das kein Problem. Man muss ihn auch nicht abgeben, wenn man in Israel einwandert. Man muss sich auch nicht vor der Alijah fürchten. Junge Männer und Frauen müssen dann allerdings zum Militär, für Kriegsdienstverweigerer gibt es keine Alternative. Aber wenn man längere Zeit in Israel gelebt hat, kennt man sich über die Vorteile, in Israel zu leben, aus und will gar nicht mehr weg. Antiisraelismus gibt es nur außerhalb.

Liebe Grüße und gute Wünsche, Sigrid

 
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