Lieber Berg ich kann mir das nur so erklären:
Nach christlicher Überlieferung bat der Apostel Petrus, als er bei seiner Missionarstätigkeit in Rom gefasst wurde und gekreuzigt werden sollte, kopfüber gekreuzigt zu werden. Dazu soll er geäußert haben, dass er nicht würdig sei auf die gleiche Weise wie sein Lehrmeister Christus zu sterben.
In vielen Teilen der schwarzen Szene steht das umgedrehte Kreuz generell für die Ablehnung der Kirchen als Organisation und nicht wie weit verbreitet als Zeichen des Satanismus.
Der Katholizismus führt den Primatsanspruch des römischen Bischofs und damit das Papsttum auf Petrus zurück („petrinisches Prinzip“). In der orthodoxen und römisch-katholischen Kirche wird Petrus als Heiliger verehrt.
Auch das Matthäusevangelium nennt Simon ab seiner Berufung Petrus (Mt 4,18 EU). Er stellt diesen Beinamen besonders heraus, nachdem Simon bekannte: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn! Als Antwort erhält er eine Seligpreisung und Zusage, dass Jesus seine ecclesia auf „diesen Felsen“ bauen wolle.
Die Spaltung der Katholischen Kirche hat also etwas mit Petrus zu tun?Da das Papstum auf das Petrinisches Prinzip zurückgeht!Wie sehr zeigt also die Katholische Kirche die Charakterzüge des Petrus auf?
Christusbekenner und Christusverleugner [Bearbeiten]
Nur Petrus bekannte sich nach den Evangelien schon vor Jesu Auferstehung ausdrücklich zu dessen Messiaswürde (Mk 8,29ff EU): Du bist der Christus! Doch gleich darauf, nachdem Jesus den Jüngern erstmals seinen vorherbestimmten Leidensweg ankündigte, nahm Petrus ihn beiseite und fing an, ihm zu wehren (V. 32). Er habe also versucht, Jesus von diesem Weg ans Kreuz abzubringen, so dass sein Glaubensbekenntnis als Missverständnis der Sendung Jesu erscheint. Daraufhin habe Jesus ihn schroff zurechtgewiesen (V. 33):
- Weiche von mir, Satan! Denn Du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist.
„Satan“ bedeutet im Hebräischen „Gegner“ oder „Widersacher“. Petrus wird hier mit dem Versucher Jesu in der Wüste verglichen, der den Sohn Gottes ebenfalls von seinem Leidensweg abhalten wollte (Mt 4,1-11 EU); er wird auch an anderen Stellen des NT in die Nähe des Satans gerückt (Lk 22,31 EU). Hier folgt die Jüngerbelehrung Jesu (Mk 8,34):
- Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer es aber verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird es erhalten.
Diese paradoxe Einladung zur Kreuzesnachfolge ist Hintergrund für das später erzählte Versagen des Petrus im Verlauf der Passion Jesu, als er, um sein Leben zu retten, nicht sich, sondern Jesus verleugnete (Mk 14,66-72 EU).
Der Widerspruch zwischen Reden und Handeln zeigte sich bei Petrus schon in Galiläa: Einerseits vertraute er dem Ruf Jesu in die Nachfolge („Komm her!“), andererseits schwand sein Glaube beim ersten Gegenwind, so dass nur Jesus ihn vor dem Versinken im Meer retten konnte (Mt 14,29ff EU).
Laut Joh 13,6-9 EU widersprach er auch Jesu Ansinnen, ihm die Füße zu waschen. Diese Handlung war damals ein typischer Sklavendienst: Petrus wehrte sich also dagegen, sich von Jesus als seinem Herrn wie von einem Sklaven bedienen zu lassen. Aber nur dieser Dienst gab ihm vorweg Anteil an dem am Kreuz Jesu erwirkten Heil und deutete auf die „Taufe in den Tod“ voraus. Das war mit der Verpflichtung an alle Jünger verbunden, einander ebenso zu dienen.
Im Verlauf der Passion Jesu spitzen alle Evangelien das Versagen des ersten Jüngers und Christusbekenners zu. Jesus kündete Petrus beim letzten Mahl Jesu an, er werde ihn noch in derselben Nacht dreimal verleugnen. Dies wies er wie alle übrigen Jünger weit von sich (Mk 14,27-31 EU par.):
- Wenn ich auch mit Dir sterben müsste, so wollte ich Dich doch nicht verleugnen. Ebenso sprachen sie alle