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  israel heute - Forum  Jude-Glaube-Chr...  Fragen - Antwor...  Der Talmud
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neuer Beitrag 18.04.2008 15:20
  Josef
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Re: Der Talmud 
bearbeitet durch Josef  am 18.04.2008 15:30:41)

@bere

So funktioniert der Talmud nicht, dass man "gegenüberstellt". Zuerst muss du wissen wie der Talmud funktioniert, und wie es zu verstehen ist. Mir ist absolut klar, das du nicht weisst wie man den Talmud gebraucht.

Es ist nicht so wie du glaubst; ...wir stellen schnell den Talmud der Tora gegenüber, und dort und dort ist ein "wiederspruch"  .....

Also:

1: Wozu dient der Talmud

2: Wie funktioniert es

3: Wie gebraucht man es

4: Was will der Talmud uns sagen

5: Was wollen wir wissen

6: Wie löse ich mit dem Talmud scheinbare Wiedersprüche in der Tora auf?

Das sind nur einige wenige Punkte zum Gebrauch des Talmud. In der Tora gibt es keine wiedersprüche; es ist vollkommen. Wenn der Christ mal nur dass allein Begriffen hat, kann man zum nächsten Schritt gehen.

 

Nocheinmal: Nur jüdische Talmudgelehrte können Auskunft über den Talmud geben. Alles andere ist reine Spekulation, was ja du schon mit deiner Einstellung zum Talmud bewiesen hast.  Der Spruch "den Bock zum Gärtner machen" ist hier falsch am platze.

Nur Juden können Auskunft geben, weil der Talmud nur jüdische Gedanken enthält.  Somit ist der Spruch verkehrt zu verstehen; Den Bock zum Gärtner macht man dann, wenn man den Talmud sich vom einen Nichtjuden erklären lassen will.

 

LG

Halevi

 
neuer Beitrag 18.04.2008 15:45
  Josef
184 Beiträge
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Re: Der Talmud 

WAS IST DER TALMUD?

 

l. Bibel und Talmud

 

            Buchstabe und geschriebenes Wort sind Zeichen, die gedeutet und erklärt werden müssen. Alles Lesen ist be­reits Deutung und Erklärung des Geschriebenen. Aller­dings sind wir uns dessen nicht immer bewußt, denn Lesen ist für den modernen Menschen etwas Alltägliches geworden — eine Tätigkeit, die für ihn infolge der gro­ßen Übung mit keinerlei Schwierigkeiten verbunden ist.

            Dies ändert sich immer dann, wenn das Geschriebene nicht eindeutig ist, oder wenn es „Zeichen" ist für Ge­dankengänge, Ausdruck für Zusammenhänge, die dem Leser fremd oder infolge ihrer Kompliziertheit und Tiefe nicht sofort klar zu durchschauen sind. In solchen Fällen werden wir uns der eigentlichen Bedeutung des Lesens bewußt. Allerdings sprechen wir da nicht mehr von Lesen, sondern von Forschung, Studium, Lernen.

Lesen ist er­klären, Lesen heißt lernen.

Alles Geschriebene bedarf eines Kommentars. Der erste Leser ist immer auch der erste Kommentator. Die Bibel ist die geschriebene Lehre des Judentums, das Buch katexochen. Deshalb ist sie ohne Kommentar nicht denkbar. Wie jede Lehre muß auch sie erklärt werden, und wie überall beginnt auch bei ihr Erklärung mit Lesen. Bibel lesen ist immer Bibel erklären. Bibel erklären heißt aber Bibel lernen. Den Prozeß des Lernens und sein Ergebnis bezeichnet die Tradition in der Sprache der Bibel mit dem Wort Talmud. (Lamod hebr. lernen; Talmud Abkz. von T.-Tora.)

            Mit dem Bibellesen beginnt der Talmud. Der erste Jude, der Bibel las, war der erste Talmudist. Ja, man könnte sogar sagen: Talmud ist nichts anderes als die be­sondere Art, in der das jüdische Volk Jahrtausende hin­durch seine Bibel las und immer noch liest. Da Talmud Lesen ist, so ist er in seinem Wesen mündliche Lehre.

            Wie man auch die Bibel lesen mag, immer wird man in ihr auf größte Schwierigkeiten stoßen. Man wird „fra­gen". Das Fragen ist die dynamische Kraft des Talmuds. Es gehört zum Text. Bibel ist Text, sie ist aber vor allem Lehre; zur Lehre aber gehört Antworten. Wer den Text gab, ließ Fragen offen. Wer die Lehre gab, muß auch die Antworten gegeben haben. Aus Frage und Antwort be­steht der Talmud. Aus alledem folgt : Zusammen mit der Bibel empfing das jüdische Volk den Talmud. Schriftliche und mündliche Lehre sind voneinander nicht zu trennen. Beide entstammen der gleichen Quelle. Der Talmud ist so alt wie die Bibel selbst.

            Dies mag an folgenden verdeutlicht werden. Moses war wohl der erste Bibelleser in der Welt. Gelangte er nun etwa an die Stelle in der Tora, die im Falle einer Ehe­scheidung vorschreibt: „Und er schreibe ihr ein Scheide­buch...", so muß er gefragt haben: Was ist ein Scheide­buch? Wie wird es geschrieben? Was soll sein Inhalt sein? Die Frage mußte beantwortet werden, denn die Vorschrift der Bibel sollte gültiges Gesetz sein. Moses konnte nicht allein den Text des Gesetzes lehren, er mußte zugleich die Erklärung zum Gesetz, die „Ausführungsbestim­mung" geben.

Wer aber lehrte Moses die Erklärung, wer gab ihm die Ausführungsbestimmung? Die gleiche Auto­rität, die ihm das Gesetz vermittelte, Gott selbst.

Die „Halacha l’mosche missinai", die aus der Sinaiquelle Moses überlieferte mündliche Lehre, ist kein Dogma, sondern historische Notwendigkeit, also geschichtliche Wahrheit. Mit der schriftlichen Lehre mußte auch eine mündliche gegeben werden. Moses lehrte das Gesetz, folglich mußte er auch seine Erklärung und Anwendung lehren. Moses war der erste Talmudist.

 

Tja es gibt noch viel mehr dazu zu sagen, nur bin ich wieder einmal nicht sicher ob dies auch alle verstehen wollen.

LG

Halevi

 
neuer Beitrag 18.04.2008 17:00
  bere
101 Beiträge
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Re: Der Talmud 

 Josef schrieb

@bere

So funktioniert der Talmud nicht, dass man "gegenüberstellt". Zuerst muss du wissen wie der Talmud funktioniert, und wie es zu verstehen ist. Mir ist absolut klar, das du nicht weisst wie man den Talmud gebraucht.

Es ist nicht so wie du glaubst; ...wir stellen schnell den Talmud der Tora gegenüber,

 

Das sind nur einige wenige Punkte zum Gebrauch des Talmud. In der Tora gibt es keine wiedersprüche;

 

Ich sprach nicht von Widersprüchen in der Thora, sondern...aber lies selber nach.

Außerdem hast du gezeigt, dass du dich mit wichtigen in Thora und Talmud enthaltenen Aussagen nicht befasst hast. Oder dass du hier nur trollst. Wake up, young man.

 


Richter 13:16c     כי לא־ידע מנוח כי־מלאך יהוה הוא

 
neuer Beitrag 19.04.2008 10:51
  Wolfgang
27 Beiträge
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Re: Der Talmud 

Hallo Josef

> Den Bock zum Gärtner macht man dann, wenn man den Talmud sich vom einen Nichtjuden erklären lassen will.

Nur mal so gefragt. Ich bin kein Jude. Hätte deiner Meinung nach jemand mit meiner Erklärung zum Talmud den "Bock zum Gärtner gemacht"?

Herzliche Grüße

Wolfgang

 
neuer Beitrag 21.04.2008 18:01
  Josef
184 Beiträge
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Re: Der Talmud 

 Wolfgang schrieb

Hallo Josef

> Den Bock zum Gärtner macht man dann, wenn man den Talmud sich vom einen Nichtjuden erklären lassen will.

Nur mal so gefragt. Ich bin kein Jude. Hätte deiner Meinung nach jemand mit meiner Erklärung zum Talmud den "Bock zum Gärtner gemacht"?

Herzliche Grüße

Wolfgang

Lieber Wolfgang,

 

Kommt auf dem "jemand" an. Ausserdem was willst du den erklären zum Talmud?  Das wäre doch genauso, wenn du eine hochkomplizirte Maschine, den nicht du gebaut hast, ohne Anleitung und Einweisung erklären würdest. Dieser "Jemand" würde nur das "verstehen", was du glaubst über die Maschine zu wissen.

Es es kann auch sein, dass du den Talmud mit Absicht falsch erklären würdest, um diesen "Jemand" zu täuschen, damit der ein falsches Bild vom Talmud bekommt.  In beiden Fällen würde sich dieser "Jemand" den Bock zum Gärtner machen.  Es ist auch die Frage ob dieser Jemand überhaupt interessiert ist den Talmud richtig zu verstehen.

@bere

Bei Bere bin ich sogar sicher, dass er den Talmud nicht richtig erklären will, sondern falsche Infos, schon im Vorfeld verbreitet. Man kann den Talmud nicht "Teilweise" abstempeln. Entweder man will es verstehen oder man will es nicht verstehen. 

Deswegen werde ich den Talmud (Was Talmud ist) nicht weiter ausführen.  Jetzt könnst  glauben was ihr wollt. 

 

LG

Halevi

 
neuer Beitrag 22.04.2008 14:13
  susanna
242 Beiträge
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Re: Der Talmud 

hallo josef, könntest du mir erklären wie die jüdischen schriften aufgeteilt sind und wie die bücher heißen.? also in der tora sind ja die 5. bücher mose. meine frage aber ist wo stehen die psalmen und die propheten und wo steht daniel. danke susanna

 
neuer Beitrag 22.04.2008 17:11
  rh
61 Beiträge
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Re: Der Talmud 

 susanna schrieb

hallo josef, könntest du mir erklären wie die jüdischen schriften aufgeteilt sind ... wo stehen die psalmen und die propheten und wo steht daniel. danke susanna

Vielleicht erspare ich damit Josef Arbeit, evtl.kann er auch eine Berichtigung bringen:
Naftali Herz Tur-Sinai legt seiner Übertragung der HEILIGEN SCHRIFT folgende Ordnung zugrunde:

 TORA

 

NEBIIM AHARONIM / Die  Gottbegeisteten

- Bereschit - Anfänge (Das erste Buch Mose)

 

- Jescha'jahu (Der Prophet Jesaja)

- Schemot - Auszug (Das zweite Buch Mose)

 

- Jirmejahu (Der Prophet Jeremia)

- Wajjikra - Priestertum (Das dritte Buch Mose)

 

- Jeheskel (Der Prophet Hesekiel / Ezechiel)

- Bemidbar - Wüstenzug (Das vierte Buch Mose)

 

- Hoschea ((Der Prophet Hosea)

- Debarim - Rückschau (Das fünfte Buch Mose)

 

- Joel ((Der Prophet Joel)

 

 

- Amos (Der Prophet Amos)

NEBIIM / Volksgeschichte

 

- Obadja (Der Prophet Obadja)

- Jehoschua (Das Buch Josua)

 

- Jona (Der Prophet Jona)

- Schofetim - Richter (Das Buch der Richter)

 

- Micha (Der Prophet Micha)

- Schemuel I (Das erste Buch Samuel)

 

- Nahum (Der Prophet Nahum)

- Schemuel II (Das zweite Buch Samuel)

 

- Habakkuk (Der Prophet Habakuk)

- Melachim I - Könige I (das erste Buch der Könige)

 

- Zefanja (Der Prophet Zefanja)

- Melachim II - Könige II (Das zweite Buch der Könige)

 

- Haggai (Der Prophet Haggai)

 

 

- Secharja (Der Prophet Sacharja)

 

 

- Mal'achi (Der Prophet Maleachi)

Die weiteren Bücher sind im KETUBIM / Schrifttum zusammengefasst. Das sind alle weiteren in unserem  AT noch enthaltenen Bücher (ohne Apokryphen), darunter auch die "Tehillim -  Preislieder (Der Psalter / Die Psalmen),  "Danijel (Der Prophet Daniel)". Die Reihenfolge kann ich bei Bedarf gern "nachliefern".

Gruß! rh

 
neuer Beitrag 22.04.2008 18:10
  susanna
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Re: Der Talmud 

hallo rh , die heilige schrift von naftali habe ich. aber es gibt doch die tora, tenach,  talmud und andere schriften, die meinte ich wie sie sich aufgliedern. und im judentum gibt es ja keinen altes testament, da es ja auch keinen neues gibt. wie heißen den die einzelen bücher bzw. schriften genau. danke für deine mühe die du dir gemacht hast. bis bald beste grüße susanna

 
neuer Beitrag 23.04.2008 10:14
  Aviel
47 Beiträge
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Re: Der Talmud 

Shalom susanna,

ich denke, wir kennen uns? und nun zu deiner Frage: Ich denke, du willst wissen, wie der Tanach aufgegliedert ist. Das Wort Tanach ist aus den Kürzeln der Worte Torah, Nevi'im und Ketuvim zusammengesetzt und ist die s.g. hebräische Bibel. Die Torah ist dir sicher klar: bei euch die 5 Bücher Moshe (Bereschit, Schemot, Wajika, Bemidbar, Dewarim)

Nevi'im bedeutet Propheten, die unterteilt werden in die "vorderen"  (Joschua Schofitim Schemuel Könige Jeschijahu Jirmejahu Jechezkiel) und "hinteren" (Hoschea Joel Amos Obadiah Jonah Michah Nachum Habakkuk Zephaniah Haggai Zechariah Malachi)

Ketuvim bedeutet Schriften, die nochmals in die poetischen Schriften (Tehillim Mischlej Ijob), die 5 Rollen (Ruth Ejchah Kohelet Ester) und die geschichtlichen Schriften (Daniel Esra Nehemia DivrejHajamim (das sind die Chroniken) )

Beim Talmud wird's sicher zu lang, nur soviel: Der Talmud  besteht aus der Mischna (6 Ordnungen) und der Diskussion darüber, der Gemara. Er ist nach den 6 Ordnungen der Mischnah gegliedert und in 63 Traktate eingeteilt. Das kannst du aber sicher im Netz nachlesen. 

Bis dahin erst mal

Aviel

 
neuer Beitrag 23.04.2008 15:03
  susanna
242 Beiträge
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Re: Der Talmud 

hallo aviel, oh ja wir kennen uns. vielen dank für deine erklärung, es ist für uns christen , auf jeden fall für mich gar nicht so einfach. wir haben ja die bibel und es ist alles in einem buch. daher komme ich immer durcheinander, wenn mir jemand etwas zetiert aus einer jüdischen schrift, ich muss dann erstmal suchen wo das steht. kennnst du die heilige schrift von naftali ... ist sie typisch jüdisch oder wie wird sie im judentum gebraucht bzw. wird sie so wie sie ist in gebrauch genommen. bis bald susanna

 
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