10 denn du hörst auf SEINE deines Gottes Stimme,
zu wahren seine Gebote und seine Satzungen,
was in diesem Buch der Weisung geschrieben ist,
denn du kehrst um zu IHM deinem Gott
mit all deinem Herzen, mit all deiner Seele.
14 Nein, sehr nah ist dir das Wort,
in deinem Mund und in deinem Herzen,
es zu tun.
Lieber Halevi,
danke für deine Erklärung. Dieses akzeptiere ich auch und wenn du es so siehst wie ein verabschiedendes Gesetz, dann ist die Folge ja auch so in der Gerechtigkeit. In deiner Sicht mir verständlich.
Selbst jedoch sehe ich es anders, denn Gottes Gesetze sind Liebesgesetze, die ins Herz geschrieben sind, das bezeugt auch dann fortfahrend Moses 5/30;14.
Folglich sind sie nicht außerhalb in weiter Ferne liegend, oder in den Himmel nur zu finden, sondern im Menschen selbst, in seinen Leben, in seinem Herzensdrange. So wie du nach dem Tanach leben tust, (nehme ich mal an) oder versuchst dein Leben danach in Reinheit auszurichten, so versuche ich es auch, in meinen Verständnis, wohl mehr aus dem Herzen heraus, als aus der Schrift heraus, deren ich weniger kundig bin. Lebendig wird die Liebe zu Gott doch nur, so man sie auch in der Wahrheit lebt. Predigt man nur das Wort, und lebt nicht danach, dann könnte man auch sagen, die Lehre währe nur im Himmel zu finden und nicht auf Erden, bzw. in des Menschen Erdenleben. Wenige sind es aber, die haben das Leben in sich, sie sind es, die in der Liebe Gottes wandeln.
Die Lehre Gottes, seine Ordnung, seine Weisheit, seine Liebe entspringen dem Geiste, Gottes Geiste, dieses wird immer so sein und bleiben, der nie versiegende Quell der Liebe und Weisheit. Wenn du nun meinst, die Lehre könne sich verselbständigen, in der Weise, wie du es annimmst, dann unterliegst du einer Täuschung. Das Gesetz ist bewahrt im Himmel, es ist bewahrt durch Gott und den Vätern Israels. Es gab eine Zeit, als der König von Salem, Melchisedech als Hohepriester zwar in einer gewissen äußeren Verehrung Gottes zu finden war, aber die Menschen wollten ihn nicht mehr besuchen, sie entfernten sich selbst von ihm und er sprach; hinfort will ich nur noch zu finden sein in den Herzen der Menschen.
In dem Buch der Weisung ( Buch Moses) stehen leider auch Dinge über die Juden, die nicht so schön sind, und ihrer erinnert werden immer wieder und den Kinder gelehrt werden müssen, zum Zeugnis, das die Juden ein widerspenstiges Volk ist und eben nicht die Lehre Gottes in ihre Herzen geschrieben hat und Gott immer noch im Äußeren sucht, ja, sie suchen dort, wo er nicht zu finden ist, und der Tempel ist nicht mehr, und sie verunreinigen sich selbst in ihren Gebeten, weil er entweiht worden ist und die Juden nehmen es tagtäglich so hin.
Wie kann ein Jude, der sich rein wähnt, so gegen seine Satzungen im vollsten Wissen immer wieder unrein machen? Wie aber wollt ihr rein werden, wenn ihr die Unreinheit duldet, die vor Gott ein Greuel ist. Aus meiner Sicht stellt sich mir dann ein Jude doch nur seine Eigenliebe zur Schau, aber von der Lehre und Weisung wollen sie nicht viel hören, noch tun.
5.Moses 31/11-30
11. Wenn das ganze Israel kommt, zu erscheinen vor dem Herrn deinem Gott, an dem Ort, den er erwählen wird, sollst du dies Gesetz vor dem ganzen Israel ausrufen lassen vor ihren Ohren.(Jos.8;35, Neh.8;1, 13;1)
12.Nämlich vor der Versammlung des Volks, beides, der Männer und der Weiber, der Kinder und der deines Fremdlings, der in deinem Tor ist; auf dass sie hören und lernen, damit sie den Herrn ihren Gott, fürchten und halten, dass sie tun, alle Worte dieses Gesetzes;
12 Und dass ihre Kinder, die es nicht wissen, auch hören und lernen, damit sie den Herrn, euren Gott, fürchten alle eure Lebtage, die ihr in dem Lande lebt, darein ihr geht über den Jordan, einzunehmen.
14. Und der Herr sprach zu Mose: Siehe, deine Zeit ist herbeigekommen, dass du sterbest.
Rufe Josua und tretet in die Hütte des Stifts, dass ich ihm Befehl tue. Moses ging hin mit Josua und traten in die Hütte des Stifts.
15. Der Herr aber erschien in der Hütte, in einer Wolkensäule, und dieselbe Wolkensäule stand in der Hütte Tür. (2.Moses 33,9)
16. Und der Herr sprach zu Mose: Siehe, du wirst schlafen mit deinen Vätern; und dies Volk wird aufkommen und wird fremden Göttern nachhuren des Landes, darein sie kommen und wird mich verlassen und wird den Bund fahren lassen, den ich mit ihnen gemacht habe.
17.So wird mein Zorn ergrimmen zur selben Zeit und werde sie verlassen und mein Antlitz vor ihnen verbergen, dass sie verzehrt werden. Und wenn sie dann viel Unglück und Angst treffen wird, werden sie sagen:
Hat mich dies Übel nicht alles betreten, weil mein Gott nicht mit mir ist? (Jes. 26,16)
18. Ich aber werde mein Antlitz verbergen zu der Zeit, um allen Bösen willen, dass sie getan haben, dass sie sich zu anderen Göttern getan haben.
19.So schreibt euch nun dies Lied, und lehrt es den Kindern Israel und legt es in ihren Mund, das mir das Lied ein Zeuge sei unter den Kindern Israel.
20. Denn ich will sie ins Land bringen, dass ich euren Vätern geschworen habe, da Milch und Honig innen fließt. Und wenn sie essen und satt und fett werden, so werden sie sich wenden zu anderen Göttern und ihnen dienen und mich lästern und meinen Bund fahren lassen.
21. Und wenn sie dann viel Unglück und Angst betreten wird, so soll dies Lied ihnen antworten zum Zeugnis; denn es soll nicht vergessen werden, aus dem Munde ihres Samens.
Denn ich weiß ihre Gedanken, damit sie schon jetzt umgehen, ehe ich sie ins Land bringe, das ich geschworen habe. (Ps. 139/2)
22. Also schrieb Moses dies Lied zur selben Zeit und lehrte es den Kindern Israels.
23. Und befahl Josua, den Sohn Nuns und sprach: Sei getrost und unverzagt; denn du sollst die Kinder Israels ins Land führen, das ich ihnen geschworen habe und ich will mit dir sein.(Jes. 1,6)
24.Da nun Moses die Worte dieses Gesetzes ganz ausgeschrieben hatte in ein Buch,
25. gebot er ihnen gebot er den Leviten, die die Lade des Zeugnisses des Herrn trugen und sprach:
26. Nehmt das Buch dieses Gesetzes und legt es zur Seite in die Lade des Bundes des Herrn, eures Gottes, dass es daselbst ein Zeuge sei, wider dich.
27.Denn ich kenne deine Ungehorsamkeit und Halsstarrigkeit. Siehe, derweil ich heute noch mit euch lebe, seid ihr ungehorsam gewesen, wider den Herrn; wie viel mehr nach meinen Tode?
28. So versammelt nun vor mich alle Ältesten eurer Stämme und Amtleute, dass ich diese Worte vor ihren Ohren rede und Himmel und Erde wider sie zu Zeugen nehme.
29.Denn ich weiß, dass ihr´s nach meinen Tode verderben werdet und aus dem Wege treten, den ich euch geboten habe. So wird euch dann Unglück begegnen hernach, darum, weil ihr übel getan habt vor den Augen des Herrn, dass ihr Ihn erzürnt durch eure Hände Werk.
30. Also redete Moses die Worte dieses Liedes ganz aus vor den Ohren der ganzen Gemeinde Israel.