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  israel heute - Forum  Jude-Glaube-Chr...  Fragen - Antwor...  Jesaja 53
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New Post 7/7/2008 6:48 PM
  Davide
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Jesaja 53 

Finde wenn ich die Tanach Übersetzung von Naftali Herz Tur-Sinai(Prof. für Hebräisch in Jerusalem gewesen einer der besten Kenner)nehme da steht manches noch Deutlicher als bei Luther oder Elberfelder,oder Einhardsübersetztung

Jescha "Jahu 53 Wer glaubte unserer kunde,des ewigen arm,wem ward er offenbar?Aufstieg er wie ein Schößling vor sich hin und wie die Wurzel aus des durstes Land.Hat nicht Gestalt noch Hoheit,das wir ihn ansehn,daß wir sein begehrten.Verachtet und gemieden von dem Menschen ein Mann der Schmerzen und Vertraut mit Krankheit und das vor ihm das Antliz man Verbarg,verachtet das wir ihn nicht zählten,

Doch unser kranksein istsdie er getragen und unsere Schmerzen,er hat sie gelitten.Wir aber glaubten ihn behaftet von Gott geschlagen und erniedert.Er aber ward durchbohrt ob unserer Frevel,zermalmt um unserer sünden,die Züchtigung für unser Wohl lag auf ihm durch seine Striemen ward uns Heilung,Wir alle irrten wie Schafe ein jeder seines Weges kehrten wir,der Ewige aber schickt ihm zu unser aller Schuld.

Bedrängt war er gebeugt und öffnet nicht den Mund,wie Lamm,zur Schlachtung hingeführt und wie das Schaf,verstummt vor seinen Scherern und öffnet nicht den Mund.Aus Haft und aus Gericht ward er geholt und seinen Umlauf,wer kann ihn erzählen wie abgeschnitten er aus Lebens Land?Ob meines Volkes Frevel traf ihn Schaden und gab bei Überltätern man sein Grab bei dem,der reich an seinen Todessünden,ob er doch Raub nicht übte kein Trug in seinen Mund war,Der Ewige aber wollte ihn zerschlagen,er macht ihn krank ob du es merkst,das Schuldopfer sein Leben.

Er schaut noch Samen lebt noch lang des Ewigen wollen soll durch ihn noch glücken.Nach seiner Seele Pein tränkt er sich satt,durch seine Kenntnis schafft er Recht Gerechtem mein Knecht,den Großen ihm und ihre sünden trug er,drum geb ich Anteil mit den Großen ihm und mit Mächtigen teilt er Beute,weil er dem Tod sein Leben hingegossen und unter die Verräter war gezählt wo er der Großen Sünde trug und der Verräter Schickung auf sich nahm.

Kann man das Leben Jeshuas besser beschieben ihrgendwo lesen?

Denke auf Israel kann der Vers nicht gedeutet werden denn hier ist von einem die rede von tragen,das Leben in den Tod geben,sündlos sein ,nicht erkannt worden,verworfen,auch nach dem tod die auferstehung usw. was meint ihr zu dieser Übersetztung von einem Hebräer?

 
New Post 7/7/2008 8:58 PM
  Tanir
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Re: Jesaja 53 

Du wirst dich wundern, Davide, wenn du folgenden link liest:

www.qumran.org/js/texts/jes53.php.de

 
New Post 7/7/2008 9:41 PM
  Davide
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Re: Jesaja 53 

Tanir,erstens ist dieses von einem Juden geschrieben,einer der den Juden das Hebräische lehrte,und schon bei Staatsgründung dabei war.

Deshalb glaube ich nicht das er einfach Verse verschiebt usw oder auseinander reißt.

Ok Jeshua Ha Masiach kann man ja nur im glauben erfassen,in den 10 Geboten steht auch du sollst dir kein Bild machen deshalb wäre es komisch würde es Bilder geben von ihm.Wenn er behauptet Gott zu sein.

Denke was keiner ertragen kann ist er vergab Sünde das sollte nur Gott allein tun,damit machte er sich zu gott,und 2 der unerträgliche Gedanke das jemand der verflucht ist er hang ja am Holz da steht ja was drüber bei Mose,und denke das wäre das schlimmste das außgerechnet ein Toter dazu ein Verfluchter einer sein soll der sein Volk erlöst und der Messias sein soll,und er hat nicht so gehandelt wie es erwartet wurde zB Israel befreit,unerträgliche Gedanken für einen Juden,

Also ganz schön schwierig,unverständlich Jesus sagte ein Normaler Mensch kann es nicht verstehen nur einer der von Gott neu geboren ist,dann geisbegabt ist und das christen eben nicht mehr zu dieser welt gehören,er sagte auch das heil kommt aus den Juden schwierig sehr schwierig oder wenn Jesus Gott war warum mußte er dann zu seinem Vater beten?und im alten testament steht es gibt nur einen einzigen Gott er braucht keine gesellschaft,bei soviel durcheinander könnte es nur sein das Jesus sich selbst jemanden offenbaren beweise gibt es nicht,

aber es könnte auch sein das man an den text versucht der nicht lösbar ist eben das Volk einzusetzten denn die Juden haben ja auch viel leiden gehabt waren dadurch entstellt usw.und werden dann erlöst glaube nicht verstandesmäßig lösbar dieses Problem

Höchstens das richtige gläubige richtig leben und dadurch die menschen sehen was echt oder falsch ist,Quamram war ja auch nur eine Gruppe Juden auch wenn die schriften alt waren vielleicht könnten am ehesten Messianische Juden das erklären weil christen haben das jüdische nicht,juden das christliche nicht nur messanische waren juden und haben mittenfdrin Jesus kennengelernt,

lg Davide

 
New Post 7/9/2008 11:56 AM
  bere
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Re: Jesaja 53 

 Davide schrieb

Also ganz schön schwierig,unverständlich Jesus sagte ein Normaler Mensch kann es nicht verstehen nur einer der von Gott neu geboren ist,dann geisbegabt ist und das christen eben nicht mehr zu dieser welt gehören,er sagte auch das heil kommt aus den Juden schwierig sehr schwierig oder wenn Jesus Gott war warum mußte er dann zu seinem Vater beten?und im alten testament steht es gibt nur einen einzigen Gott er braucht keine gesellschaft,bei soviel durcheinander könnte es nur sein das Jesus sich selbst jemanden offenbaren beweise gibt es nicht,

http://www.judenfuerjesus.de/fragenundantworten.htm#item5
http://www.judenfuerjesus.de/fragenundantworten.htm#item12

Du kannst aber auch, je nachdem was dich interessiert, in der Gesamtübersicht nachsehen:

http://www.judenfuerjesus.de/fragenundantworten.htm

 


Richter 13:16c     כי לא־ידע מנוח כי־מלאך יהוה הוא

 
New Post 7/9/2008 12:56 PM
  Davide
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Re: Jesaja 53 

danke dir bere, auf der Webseite war ich auch schon mal, werde mir nachher noch mal alles genau durchlesen.

 
New Post 7/9/2008 4:22 PM
  bere
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Re: Jesaja 53 

Noch etwas Lesestoff zu dem Thema.

Ich zitiere dabei aus dem Buch "Der verheißene Erlöser" die Seiten 70 bis 78. Das Buch ist lehrreich zu lesen und geht noch in weitere, andere Details. Es ist auch als freier Download bei CLV verfügbar und hat im Buch selbst und als PDF natürlich eine schönere Formatierung.

http://www.clv-server.de/pdf/255543.pdf

 

Hier ein kleiner Auszug:



3. Betrachtung über Jesaja 53

Da Jesaja 53 in der messianischen Prophetie einen so gewichtigen Platz einnimmt, soll diese Passage gesondert etwas eingehender behandelt werden. Der Abschnitt Kapitel 52,13-53,12 aus dem Propheten Jesaja kann zu Recht als »das Evangelium nach Jesaja« bezeichnet werden. Der Ewige verkündete etwa 700 Jahre vor Christus durch den Propheten, dass »die Hoffnung Israels«, der ersehnte Messias, in höchst unverständlicher Weise von seinem Volk verachtet und verworfen werden sollte. Dieses »Evangelium« zeigte jedoch auch, dass der Messias nicht nur Leiden vonseiten der Menschen erdulden würde. Nein, er sollte auch unter der Hand Gottes leiden, um stellvertretend als Gerechter für Ungerechte zu sterben. Mit welchem Ziel? Um sie zu erretten von ihren Sünden!

Die Echtheit des Jesaja

Um sich die Glaubwürdigkeit und Echtheit der Prophezeiungen Jesajas wieder vor Augen zu führen, erinnere man sich nochmals an die in der Einleitung gemachten Ausführungen über die Septuaginta und die vollständige Jesajarolle aus Qumran. Jesaja 53 ist nämlich in beiden Überlieferungen vollständig enthalten!

Die jüdische Umdeutung von Jesaja 53

Das Judentum hat sich heute ganz von der messianischen Auffassung dieser Jesaja-Passage abgewandt. Wie jedoch die rabbinische Literatur beweist, war das ursprünglich nicht so! Die heutzutage geläufigste moderne Auffassung besagt, dass »der Knecht des Herrn« nicht der Messias, sondern das Volk Israel, oder ein Teil davon, sei. Über das Volk Israel seien solche Leiden gekommen, wie sie hier beschrieben sind. Dieses Verständnis von Jesaja 53 ist aber aus verschiedenen inhaltlichen Gründen unhaltbar:

Wann hat das Volk Israel, oder ein Teil davon, für die Sünden anderer gelitten (Jesaja 53,4.5.6.8.10.11.12)? Nicht einmal gerechte Menschen wie Noah, Daniel und Hiob hätten dies gemäß Hesekiel 14,12-20 tun können!
Kann von irgendeinem Juden, außer dem Messias, gesagt werden, dass »er kein Unrecht begangen hat und kein Trug in seinem Mund gewesen ist« (Jesaja 53,9)?
Wann befand sich das Volk Israel, oder ein Teil davon, im Grab eines Reichen, anstatt in einem Grab bei Gesetzlosen (Jesaja 53,9)?
Gemäß Vers 8 sollte »der Knecht des Herrn« stellvertretend für das Volk Israel sterben. Wie kann er mit dem Volk identisch sein, wenn er hier doch deutlich von ihm unterschieden wird? usw.
Das messianische Verständnis in der rabbinischen Literatur

Wie gesagt, gibt es in der rabbinischen Literatur eine Reihe Stellen, die Jesaja 53 auf den Messias beziehen. So z.B. im Babylonischen Talmud, Sanhedrin 98b, im Buch Pesiqta Rabbati, Pisqua 37 (700 n. Chr.),51 im Buch Midrasch Ruth Rabbah zu Ruth 2,1252 und im Kommentar zu Jesaja 52-53 von Abrabanel.53 Abrabanel weist in seinem Text darauf hin, dass alle alten jüdischen Kommentatoren den messianischen Sinn dieser Stelle anerkannt haben.

Rabbi Alschesch (16. Jh.) sagte zu Jesaja 53: »Unsere alten Rabbiner haben auf das Zeugnis der Tradition hin angenommen, dass hier die Rede vom König Messias sei. Daraus nehmen auch wir, ihnen folgend, an, dass für das Subjekt dieser Weissagung David, das ist der Messias, gehalten werden müsse, wie dies offenbar ist.«54

Im Midrasch Tanchuma (9. Jh.?) heißt es zu den Worten »Siehe, mein Knecht wird klug handeln«: »Dies ist der König Messias, welcher hoch und erhöht und sehr erhaben ist, erhabener als Abraham, erhöht über Mose, höher als die dienenden Engel.«55

Im Targum Jonathan Ben Uzziel, den aramäischen Umschreibungen der Propheten, die in einer bis in vorchristliche Zeit zurückgehenden Tradition liegen, wird in dem Satz »Siehe, mein Knecht wird einsichtig handeln« (Jesaja 52,13) gleich der Titel »Messias« hinzugefügt!56 In dieser Art gäbe es noch mehr solch interessante Belege; wir wollen uns jedoch nun damit beschäftigen, wie diese Prophezeiungen, die nun zu einem großen Teil im »prophetischen Perfekt« (vgl. Einleitung) abgefasst sind, sich in dem historischen Jesus von Nazareth erfüllt haben.

Bemerkungen zum Text von Jesaja 52,13-53,12

Jesaja 52,13: »Siehe, mein Knecht wird einsichtig handeln; er wird erhoben und erhöht werden und sehr hoch sein.«

Bevor die schrecklichen Leiden des Messias beschrieben werden, wird zuerst sein Triumph vorgestellt. Der Messias soll erhoben werden (aus dem Grab; Apostelgeschichte 2,24), erhöht werden (in der Himmelfahrt; Apostelgeschichte 1,9) und sehr hoch sein (zur Rechten Gottes auf dem Thron; Markus 16,19).

Jesaja 52,14: »Gleichwie sich viele über dich entsetzt haben – so entstellt war sein Aussehen, mehr als irgendeines Mannes, und seine Gestalt, mehr als der Menschenkinder.«

Hier wird von dem von Menschen misshandelten Messias gesprochen: Der Rücken des Herrn Jesus wurde in eine blutige Masse verwandelt und sein Fleisch zerstückelt, als Pilatus ihn geißeln ließ (mit Lederriemen, an deren Ende sehr wahrscheinlich spitze Metalle, Steine oder Widerhaken waren; Johannes 19,1). Auf sein Haupt wurde eine Dornenkrone gesetzt, mit Dornen, deren Länge etwa 5-8 cm betrugen, sodass sein Blut in Rinnsalen über seine Haare und über sein Angesicht floss (Johannes 19,2).

Jesaja 52,15: »Ebenso wird er viele Nationen in Staunen setzen, über ihn werden Könige ihren Mund verschließen. Denn sie werden sehen, was ihnen nicht erzählt worden war; und was sie nicht gehört hatten, werden sie wahrnehmen.«

Die Botschaft vom misshandelten Messias Jesus wurde später über die Grenzen Israels hinaus in der ganzen Welt verkündigt, wo sie großes Aufsehen erregte (vgl. Römer 15,18-21). Selbst Könige hörten von dieser Botschaft (Agrippa: Apostelgeschichte 26,27-28; der Kaiser von Rom: vgl. Apostelgeschichte 25,11-12; usw.).

Jesaja 53,1: »Wer hat unserer Verkündigung geglaubt, und wem ist der Arm des Ewigen offenbar geworden?«

Obwohl die Verkündigung vom Messias und seinen Leiden in die ganze Welt ausging, stieß sie auf großen Unglauben. Aus den Juden glaubten nur verhältnismäßig wenige (Johannes 12,37-38). Aber auch unter den Heiden, den Nicht-Juden, stieß (und stößt) das Evangelium auf sehr viel Ablehnung.

Jesaja 53,2a: »Und er ist wie ein Reis vor ihm aufgeschossen, und wie ein Wurzelspross aus dürrem Erdreich.«

Dieser Vers spricht vom Aufwachsen des Messias als kleines Kind (das hebr. Wort »joneq« [= »Reis«] bedeutet zugleich auch »Säugling«!). Dieses Aufwachsen geschah bei dem Herrn Jesus aber »vor ihm«, d.h. in völliger Gemeinschaft mit seinem Gott (Lukas 2,4052). Er wuchs auf inmitten eines durch Verhärtung, Unglauben und tote Religiosität gekennzeichneten Volkes, eben »aus dürrem Erdreich«.

Jesaja 53,2b.3: »Er hatte keine Gestalt und keine Pracht; und als wir ihn sahen, da hatte er kein Ansehen, dass wir seiner begehrt hätten. Er war verachtet und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut, und wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt; er war verachtet, und wir haben ihn für nichts geachtet.«

Unter den Juden erwartete man als Messias einen Freiheitskämpfer, der das Joch der Römer abschütteln würde. So brachte man dem Herrn Jesus, der als demütiger »Knecht des Ewigen« kam, nur Verachtung und Schmach entgegen. Es waren dies besonders die Führer des Volkes, die ihn ablehnten (das hebr. Wort »ishim« bezeichnet besonders hochgestellte Menschen).

Nur ganz wenige erkannten seine Herrlichkeit, »eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit« (Johannes 1,14).

Jesaja 53,4a: »Fürwahr, er hat unsere Leiden getragen, und unsere Schmerzen hat er auf sich geladen.«

Das Leiden der vielen Kranken in Israel hat der Herr Jesus tief mitempfunden und so in seiner Seele während seines Lebens auf der Erde getragen (Matthäus 8,16-17; vgl. Johannes 11,33-36). Man beachte, dass in diesem Vers von »Leiden« und »Schmerzen« und nicht von »Übertretungen« und »Missetaten« gesprochen wird!

Jesaja 53,4b-6: »Und wir, wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt; doch um unserer Übertretungen willen war er verwundet, um unserer Missetaten willen zerschlagen. Die Strafe zu unserem Frieden lag auf ihm, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden. Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns ein jeder auf seinen Weg; und der Ewige hat ihn treffen lassen unser aller Ungerechtigkeit.«

Es war eine Sache, dass der Messias Jesus vonseiten der Bosheit der Römer und der Juden litt (und dies konnte keine einzige Sünde sühnen!), aber hier wird davon gesprochen, dass Gott ihn am Kreuz in den drei Stunden der Finsternis stellvertretend bestrafte für die Sünden all derer, die Gott ihre Sünden reuig bekannt haben (oder sie noch bekennen werden) und auf das sühnende Opfer auf Golgatha vertraut haben (oder noch vertrauen werden) (1. Johannes 1,9; Römer 3,23-26).

Jesaja 53,7: »Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, gleich dem Lamm, welches zur Schlachtung geführt wird, und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Scherern; und er tat seinen Mund nicht auf.«

Der Herr Jesus ließ all die Misshandlungen widerstandslos über sich ergehen. Wie trefflich hat es sich doch erfüllt, dass »er seinen Mund nicht auftat, gleich dem Lamm« (siehe Matthäus 26,62; 27,12-14 usw.)!

Im AT brachte man für Sünden Gott Tieropfer dar; bemerkenswert ist, dass man z.B. aus dieser Jesaja-Stelle erkennen kann, wie schon zur damaligen Zeit klar war, dass diese Opfer nur Vorbilder auf das wirklich Sünden wegnehmende Opfer des Messias waren!

Jesaja 53,8: »Er ist hinweggenommen (oder in Eile weggerissen) worden aus der Angst und aus dem Gericht. Und wer wird sein Geschlecht aussprechen? denn er wurde abgeschnitten aus dem Land der Lebendigen: wegen der Übertretung meines Volkes hat ihn Strafe getroffen.«

Die Verurteilung des Herrn Jesus war eine korrupte Pseudo-Gerichtsverhandlung, die in schändlichem Kurz verfahren ablief. Das Synedrium pflegte bei »Gerichtsverhandlungen um Leben und Tod« solche aufzurufen, die zugunsten des Angeklagten hätten aussagen können. Wo waren Jesu Verteidiger? Eben in Eile wurde er durch die Gerichtsverhandlung hindurch gerissen. Wer kann die Verderbtheit dieses Geschlechts beschreiben? Sie begingen Mord an ihrem Messias! Aber gleichzeitig starb er im Hinblick auf das ganze Volk Israel (vgl. Matthäus 1,21; Johannes 11, 50-51)!

Jesaja 53,9: »Und man hat sein Grab bei Gesetzlosen bestimmt; aber bei einem Reichen ist er gewesen in seinem Tod, weil er kein Unrecht begangen hat und kein Trug in seinem Mund gewesen ist.«

Das »Grab bei Gesetzlosen« wäre im Tal Hinnom außerhalb der Stadt Jerusalem, in der »Kehricht-Verbrennungsanlage« gewesen. Gott ließ aber keine solche Schändung mehr zu. So kam es, dass er in das Grab des reichen Joseph von Arimathia gelegt wurde (Matthäus 27,57-60). Jesu Unschuld wird durch ein dreifaches apostolisches Zeugnis bestätigt:


Er kannte Sünde nicht (2. Korinther 5,21: Paulus),

Er tat keine Sünde (1. Petrus 2,22: Petrus),

Sünde ist nicht in ihm (1. Johannes 3,5: Johannes).

Jesaja 53,10: »Doch dem Ewigen geel es, ihn zu zerschlagen, er hat ihn leiden lassen. Wenn seine Seele das Schuldopfer gestellt haben wird, so wird er Samen sehen, er wird seine Tage verlängern; und das Wohlgefallen des Ewigen wird in seiner Hand gedeihen.«

Als der Herr Jesus in den drei Stunden der Finsternis mit fremder Schuld beladen am Kreuz hing, musste der heilige und gerechte Gott ihn verlassen (Matthäus 27,46) und stellvertretend zerschlagen. Aber als er das Werk der Erlösung vollendet hatt e, »verlängerte er seine Tage«, indem er am dritten Tag aus den Toten auferstand (Apostelgeschichte 1,3; 10,40.41; Römer 6,9; Offenbarung 1,18 usw.).

Jesaja 53,11: »Von der Mühsal seiner Seele wird er Frucht sehen und sich sättigen. Durch seine Erkenntnis wird mein gerechter Knecht die vielen zur Gerechtigkeit weisen (d.h. den vielen zur Gerechtigkeit verhelfen), und ihre Missetaten wird er auf sich laden.«

Sein Erlösungswerk hat Konsequenzen: Menschen werden von ihrer Schuld befreit; sie sind die »Frucht der Mühsal seiner Seele«. Durch ihn können alle Glaubenden vor Gott gerechtfertigt werden (Römer 3,26).

Jesaja 53,12: »Darum werde ich ihm die Großen zuteil geben, und mit Gewaltigen wird er die Beute teilen: dafür, dass er seine Seele ausgeschüttet hat in den Tod und den Übertretern beigezählt worden ist; er aber hat die Sünde vieler getragen und für die Übertreter Fürbitt e getan.«

Der Herr hat sein Leben freiwillig gegeben (ausgeschüttet in den Tod; Johannes 10,17-18) und ist den »Übertretern« (hebr. »posh’im« = »Verbrecher«, »Revoltierende«) beigezählt worden (Lukas 23,33). Deshalb wird Gott ihm als Lohn in der Zukunft sein messianisches Reich als Beute geben (Offenbarung 20,6), und auch der gläubige Überrest Israels wird daran teilhaben (= »die Gewaltigen«). Am Kreuz tat der Herr Jesus Fürbitte für Unwürdige (Lukas 23,34). Er trug die Sünde vieler, aber nicht aller (vgl. Hebräer 9,28; Markus 10,45)! Jeder, der seine Schuld Gott nicht bekennt und ihm nicht dankt für die Opferung seines Messias Jesus, wird selber in das ewige Gericht Gott es kommen (Matthäus 25,41.46). Aber heute ist noch der Tag des Heils; jeder, der zum Herrn Jesus kommt, wird angenommen werden (Matthäus 11,28-30; Johannes 6,37)!

 


Richter 13:16c     כי לא־ידע מנוח כי־מלאך יהוה הוא

 
New Post 7/9/2008 5:22 PM
  Tanir
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Re: Jesaja 53 
Worum geht es hier?
Von christlicher Seite wird dieser Jesaja-Text als wichtigster Beleg dafür heran gezogen, dass Joschua Ben Josef (Jesus) der verheißene Messias sei. Dass dem gar nicht so ist, liegt an der falschen Interpretation dieses Textes durch die christlichen Exegeten, wie Rabbiner Moshe Shulman in folgendem Workshop klar stellt.
Dank freundlicher Genehmigung von Rabbiner Shulman, darf ich diesen Workshop im Original und auch die von mir erstellte deutsche Übersetzung auf diese Weise hier zur Verfügung stellen. Im folgenden also der Workshop:

Jesaja 53

Aufgrund der vielen Anfragen, die ich bezüglich der Verse aus Jesaja 53 und ihrer Bedeutung bekam, habe ich alle mir verfügbaren Informationen gesammelt und im Folgenden zusammengefasst. Ich hoffe, alle Leser werden diese Zusammenfassung von ihrem Anfang bis zu ihrem Ende genau verfolgen und alsdann positiv bewerten.

Die Prophezeihungen in Jesaja 53 werden von vielen Christen für die wichtigsten ueberhaupt gehalten. Sie sind so wichtig, dass einige christliche Missionare glauben: Alles, was sie tun muessen, um einen Juden davon zu überzeugen, dass J. der verheissene Messias ist, ist - ihm diesen Text zu lesen zu geben. Jedoch ist dies die von Christen am meisten missverstandene Prophetie in der Bibel überhaupt. Der Grund ihrer Bedeutung ist offensichtlich: Hieraus glauben sie, den benötigten Beweis für die Tatsache ableiten zu können, dass ihr Messias sterben musste. Sie glauben dies, obwohl der Messias in diesem Abschnitt nicht einmal erwähnt wird, und obwohl dieser Glaube an einen sterbenden Messias im Gegensatz zu allen anderen eindeutig messianischen Prophetien steht, welche zeigen, dass der Messias erscheinen und erfolgreich sein wird, und dies alles in einem kurzen Zeitraum.

Wie die meisten von Euch sicher wissen, ist die heute bekannte Verseinteilung der Bibel nicht ursprünglich. Sie wurde von der Kirche vorgenommen und basiert nicht auf den originalen alten sektionalen Unterteilungen. In der Jesaja-Rolle, welche am Toten Meer (bei Qumran) gefunden wurde und die sich nun in Jerusalem befindet, befindet sich der Abschnittswechsel nicht bei Kapitel 53 Vers 1, sondern bei Kapitel 52 Vers 13. Was uns zeigt, dass der tatsächliche Beginn dieser Prophetie bei Kapitel 52 Vers 13 zu suchen ist. Und dies ist tatsächlich die jüdische Abschnittsteilung bis zum heutigen Tag. So stellt also die Kapiteleinteilung an dieser (wie auch an vielen anderen Stellen) keine Themenunterteilung dar. Nun also: Bitte lest die vollständige Prophetie von Jesaja 52:13-53:12


[LESEPAUSE]


Nun, da ihr es (ich hoffe, sorgfältig) gelesen habt, lasst mich eine einfache Frage stellen: Wer spricht hier? Ja, ihr habt richtig gelesen: WER spricht hier? Ich will nicht wissen, über wen hier gesprochen wird, sondern wer der/die Sprecher ist/sind! Wenn ihr nicht wisst, wer der Sprecher dieser Prophetie ist, könnt ihr auch ihre wahre Bedeutung nicht herausfinden. Es ist ein grundlegendes Prinzip, welches euch jeder Bibelgelehrte oder auch -Student bestätigen wird: Um die Worte des Propheten wirklich zu verstehen, muss man wissen, wer der Redner ist. Lasst uns mal schauen: Ist es G-tt? Nein. Das kann nicht sein. Warum nicht? Hatte er Verletzungen, wie es diese Verse sagen? Wie sieht es mit dem Propheten aus, Jesaja? Nein, der Sprecher in den Versen 1-9 spricht definitiv im Plural. Lasst euch hier nicht verunsichern. Nur weil das Buch von Jesaja ist, heisst das noch lange nicht, dass nur er hier am reden ist. Okay, lest es noch einmal - versucht dieses Mal herauszufinden, wer hier spricht. Beobachtet die Sprecherwechsel (sie sind sehr gut erkennbar). Markiert sie, sie sind für das richtige Verständnis der Prophetie wichtig. Wenn wir wissen, wer hier spricht, werden wir auch wissen, über wen gesprochen wird.


[LESEPAUSE]


Habt ihr bemerkt, dass der Sprecher von 52:13 nicht der Sprecher von 53:1 ist? Habt ihr den Wechsel vom Singular in 52:13 zum Plural in 53:1 bemerkt? Habt ihr gesehen, dass die Verse 10-12 scheinbar nicht von denselben Personen gesprochen werden wie 1-9?

Wer spricht denn nun hier? Und wie wollen wir das herausfinden? Die Antwort ist ganz einfach: Wir checken die Gedanken dieses Textabschnittes ab und schauen dann, ob sie in anderen Bibelstellen (und wenn sie in Jesaja und noch dazu in den Kapiteln nahe unserer Stelle erscheinen, sind sie selbstverständlich besonders wichtig). Wenn die gleichen Gedanken noch irgendwo existieren, wird uns dieses weiterhelfen.

Um den Sprecher zu finden müssen wir betrachten, was von ihm gesagt wird. Unsere erste Beobachtung diesbezüglich ist, dass er sehr emotional ist. Er ist in einem Zustand vollständiger Verwirrtheit, Betroffenheit und Erstaunens (schaut euch hierzu besonders 52:15 und 53:1 an). Der Sprecher erfuhr gerade Neuigkeiten, die ihn vom Stuhl gehauen haben. Etwas, das er sich niemals vorgestellt hatte. Er ist betroffen, sein Erstaunen verschlägt ihm die Sprache. Er fragt: Was ist hier eigentlich los? Er staunt: Wer hätte das geglaubt?. Wer ist dieser Sprecher? Wer ist betroffen und hält sich die Hand vor den Mund, wenn der Messias schließlich kommt? Seht doch mal in Micha 7:15-16 nach:

"Wie in den Tagen, als du aus dem Land Ägypten zogst, werde ich es Wunder sehen lassen. Die Nationen sollen es sehen und beschämt werden trotz aller ihrer Macht. Sie werden die Hand auf den Mund legen, ihre Ohren werden taub sein."

Wer ist verwirrt? Wer hält sich betroffen den Mund zu? Die Nationen der Welt. Jesaja 41:11:

"Beschämt und zuschanden werden alle, die <in Feindschaft> gegen dich entbrannt sind".

Wer wird zuschanden? Wer wird beschämt? Die Nationen der Welt. Ja, die Nationen, die Nichtjuden (und speziell ihre Leiter) sind diejenigen, welche hier sprechen. Sie haben gerade etwas gesehen, was sie niemals erwartet hätten.

Zum besseren Verständnis lasst uns einmal beobachten, was hier vorgeht. Diese Prophetie (Jes. 53) bezieht sich auf die Zeit, wenn der Messias gekommen ist. Die Nationen haben festgestellt, dass er nicht der ist, von dem sie dachten, er sei es (s. Jer. 16:19-20, wo beschrieben ist, wie die Nationen ihre Fehler bemerken). Sie sind in einem Zustand der Verwunderung. Wer hätte je geglaubt, dass dieses verachtete und verhasste Volk, die Juden, Recht haben könnten? Wie konnte so etwas nur passieren? All die Jahre waren sie sich so sicher, dass sie recht hätten.

Ihr werdet nun fragen: Hör mal, Moshe - woher willst du denn wissen, dass es hier um Israel geht? Woher willst Du wissen, dass die Nationen erstaunt sind über das, was G-tt für Israel getan hat - und nicht über J.? Nun, das ist wirklich ganz einfach. Wenn ihr wissen wollt, von wem ein Buch handelt, wo schaut ihr da nach? Im Buch selbst. Nun weiss aber jeder, dass Jes. 53 nicht sagt, wen es meint. Es sagt nicht, wer hier der Hauptdarsteller ist. Das bleibt hier irgendwie unklar. Sicherlich ist der Messias nicht erwähnt, aber auf der anderen Seite ist es Israel auch nicht. Aber, da ist ein Anhaltspunkt. Lasst uns den ersten Vers untersuchen und sehen. Ganz klar können wir hier erkennen, dass als erstes G-tt spricht:

Jes. 52:13: "Siehe, mein Knecht wird einsichtig handeln. Er wird erhoben und erhöht werden und sehr hoch sein."

Sowohl in 52:13 als auch in 53:11 heisst das Thema: "Mein Knecht". Und nun ist die 100 000,- Euro Preisfrage: Wer ist dieser Knecht? Lasst uns dazu die Worte des Propheten selbst betrachten. Wen nennt Jesaja den Knecht G-ttes? Sehen wir dazu in Jes. 41:8-9:

"Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, den ich erwählt habe, Nachkomme Abrahams, meines Freundes, du, den ich ergriffen von den Enden der Erde und von ihren fernsten Gegenden her gerufen habe, zu dem ich sprach: Mein Knecht bist du, ich habe dich erwählt und nicht verworfen."

Israel ist der Knecht G-ttes! Dies wird ab Jesaja Kapitel 40 immer wieder wiederholt. Zum Beispiel: 43:10; 44:1-2; 44:21; 45:4; 48:20; 49:3. Das Wort Knecht hier im Jesaja-Text bezieht sich auf Israel. Und tatsächlich ist es wohl bekannt, dass diese Passage in Jesaja 53 auch "das vierte Lied vom G-ttesknecht" (the fourth of the servant songs) genannt wird. Dies sind Lieder des Lobes und des Trostes für G-ttes Knecht Israel in seinem Exil.

Aber ihr werdet fragen: Wie kann das wirklich wahr sein? Die Passage steht im Singular und nicht im Plural! Wie kann sich der Singular auf Israel beziehen? (Tatsächlich werden wir sehen, dass die Verse 8 und 9 Bezüge im Plural haben, daher ist dies eine nicht so schwer wiegende Frage. Wir wollen sie dennoch untersuchen). Betrachten wir zunächst Jes. 43:10:

"Ihr seid meine Zeugen, spricht der H-rr, und mein Knecht (Singular!), den ich erwählt habe".

Hier sehen wir, dass Jesaja sich im selben Vers auf die Zeugen, Israel, sowohl im Singular als auch im Plural bezieht. In der Passage direkt vor (52:1-2) und nach Jesaja 53 (54:1) wird sich auf Israel ebenfalls im Singular bezogen. Es ist eine Tatsache, dass sich in der gesamten Bibel auf Israel mehr im Singular als im Plural bezogen wird. So werden selbst die Zehn Gebote an Israel im Singular gerichtet!!! Und dies stellt überhaupt kein Problem dar!!


Jesaja 52:14: "Wie sich viele über dich entsetzt haben - so entstellt war sein Aussehen, mehr als das irgendeines Mannes, und seine Gestalt mehr als das der Menschenkinder".
"Darwin sagte 1859, dass der Mensch vom Affen abstamme. Ob dies nun richtig ist oder nicht, wollen wir hier nicht entscheiden. Der Leser moege sich die Arbeit machen, das Aussehen des Affen aus dem New Yorker Zoo und das Gesicht des Jüdischen Altkleiderhändlers aus dem New Yorker Ghetto zu vergleichen, und seine eigenen Schlüsse zu ziehen." Der Stuermer, 29.12.1942 (mit Bildern).

"...so entstellt war sein Aussehen ... und seine Gestalt mehr als das der Menschenkinder". Will der Prophet nicht eben dieses sagen? Der islamische Djihad gab im Oktober 1988 ein Flugblatt heraus welches aussagte, dass die Juden "die Brüder der Affen" waeren. Arafat nannte die Juden am 30.01.1992 "Die Hunde. Schmutz und Dreck". Ja, "so entstellt war sein Aussehen...". Zu jeder Zeit gab es antisemitische Bilder in einer sub-humanen Form.

Jesaja 52:15: "Ebenso wird er viele Nationen besprengen (vgl. auch 63:3; oder: in Erstaunen versetzen); über ihn werden Könige ihren Mund schließen. Denn sie werden sehen, was ihnen nicht erzählt worden war, und was sie nicht gehört hatten, werden sie wahrnehmen."

Den ersten Teil, mit den Königen, haben wir bereits anhand Micha 7:14-15 betrachtet. Der letzte Teil dieser Prophetie parallelisiert Jer. 16:19-20:

"H-rr, meine Stärke und mein Schutz und meine Zuflucht am Tage der Bedrängnis! Zu dir werden Nationen kommen von den Enden der Erde und sagen: Nur Lüge haben unsere Väter geerbt, Nichtigkeiten, und unter ihnen ist keiner, der etwas nützt. Kann <denn> ein Mensch sich Götter machen? Das sind doch keine Götter!"

Die Nationen werden zu der Erkenntnis kommen, dass all die Jahre sie es waren, die falsch lagen. Alles, was sie gelernt haben, waren Lügen.


Hier enden die Worte G-ttes. Im nächsten Abschnitt wird der Singular durch den Plural ersetzt; die Nationen beginnen zu reden.

Jesaja 53:1: "Wer hat unserer Verkündigung geglaubt? An wem ist der Arm des H-rrn offenbar geworden?"

Nun, was bedeutet der "Arm des H-rrn"? Wenn ihr die Schrift prüft werdet ihr feststellen, dass dies immer eine große Befreiung oder einen großen Sieg für das Jüdische Volk bedeutet. Schaut ein paar Verse vorher an, Jes. 52:9-12 (genau bevor diese Passage hier beginnt, sozusagen die Einleitung zu Jes. 53):

"Brecht <in Jubel> aus, jubelt allesamt, ihr Trümmerstätten Jerusalems! Denn der H-rr hat Sein Volk getröstet, hat Jerusalem erlöst! Der H-rr hat Seinen heiligen Arm entblößt vor den Augen aller Nationen, und alle Enden der Erde sehen die Rettung unseres G-ttes."

Was ist der "Arm des H-rrn"? Der Prophet sagt uns, es ist die Erlösung Israels aus dem Exil. Wer sieht es? Die Nationen der Welt. Zwei Verse später geht es los: "Siehe, mein Knecht wird einsichtig handeln..." Der "Arm des Herrn" bezieht sich immer auf die Befreiung Israels aus physischen Problemen. Vergleicht auch Ex.14:31, 15:6 und Dt.7:19, um andere Beispiele zu nennen. In diesem Vers sehen wir die Reaktion der Nationen, G-tt hat sein Volk aus dem Exil befreit, und die Nationen sind über die Maßen erstaunt darüber. Sie wissen einfach nicht, wie sie damit umgehen sollen.


Jesaja 53:2: "Er ist wie ein Trieb vor ihm aufgeschossen und wie ein Wurzelspross aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht. Und als wir ihn sahen, da hatte er kein Aussehen, dass wir Gefallen an ihm gefunden hätten."

Wer ist "wie ein Trieb [...] aus dürrem Erdreich" aufgeschossen, von wem wurde dies nicht erwartet? Israel. Hosea 14:6-7:

"Ich werde für Israel sein wie der Tau. Blühen soll es wie eine Lilie, und seine Wurzeln schlagen wie der Libanon. Seine Triebe sollen sich ausbreiten, und seine Pracht soll sein wie der Ölbaum und sein Geruch wie der des Libanon."

Was aber haben die Nationen über Israel gesagt, als es im Exil war? Voltaire sagte "das schwachsinnigste Volk auf dem Angesicht der Erde", "das beschränkteste, grausamste und absurdeste", "ekelhaft und verabscheut". Genau, wie es der Prophet beschreibt. "Er hatte keine Gestalt und keine Pracht." Kant sagte:

"Die Euthanasie des Judentums kann nur mit den Mitteln einer reinen und sittlichen Religion erreicht werden, und durch die Aufgabe all seiner alten rechtlichen Regeln."

Wiederum die Worte des Propheten: "Und als wir ihn sahen, da hatte er kein Aussehen, dass wir Gefallen an ihm gefunden hätten." St. Gregor von Nyssa bezog sich auf die Juden als "Hasser der Gnade, Feinde der Religion ihrer Väter, Anwälte des Teufels, Schlangenbrut, Lügner, Spötter, Menschen mit verdunkeltem Verstand, Sauerteig der Pharisäer, Versammlung von Dämonen, Sünder, lasterhaftes Volk, Hasser alles Guten." Wie der Prophet sagte: "...da hatte er kein Aussehen, dass wir Gefallen an ihm gefunden hätten." Das ist das Zeugnis der Nationen. "Wer hätte das geglaubt?"


Jesaja 53:3: "Er war verachtet und von den Menschen verlassen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut, wie einer, vor dem man das Gesicht verbirgt. Er war verachtet, und wir haben ihn nicht geachtet."

Wer war beschämt und verachtet? Jes. 54:4-17:

"(4) fürchte dich nicht, denn du wirst nicht zuschanden, und schäme dich nicht, denn du wirst nicht beschämt dastehen! Sondern du wirst die Schande deiner Jugend vergessen und nicht mehr an die Schmach deiner Witwenschaft denken. (5) Denn dein Gemahl ist dein Schöpfer, H-rr der Heerscharen ist sein Name [...]. (6) Denn wie eine verlassene und tiefgekränkte Frau hat dich der H-rr gerufen, und wie die Frau der Jugend, wenn sie verstoßen ist, - spricht dein G-tt. [...] (11) Du Elende, Sturmbewegte, ungetröstete [...] (14) Durch Gerechtigkeit wirst du fest gegründet sein. Sei fern von Bedrängnis [...] (17) Keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen, und jede Zunge, die vor Gericht gegen dich aufsteht, wirst du schuldig sprechen. Das ist das Erbteil der Knechte des H-rrn und ihre Gerechtigkeit von mir her, spricht der H-rr."

Johannes Chrysostomus bezog sich auf die Juden als "die miserabelsten aller Menschen." "Erbrechen und Trunkenheit haben ihnen das Verhalten des Schweines und der lüsternen Ziege gegeben." "Sie haben die Wildheit der wilden Tiere übertroffen, da sie ihre Nachkommen morden und sie dem Teufel opfern." Wie der Prophet sagt: "Er war verachtet, und wir haben ihn nicht geachtet." Wiederum aus Jesaja, 49:7-15:

"(7) So spricht der H-rr, der Erlöser Israels, sein Heiliger, zu dem ganz und gar verachteten, zu dem Verabscheuten der Nation, zu dem Knecht der Herrscher: Könige werden es sehen und aufstehen, <auch> Oberste, und sie werden sich niederwerfen (vgl. Micha 7:15-17) um des H-rrn willen, der treu ist, <um> des Heiligen Israels <willen>, der dich erwählt hat. (13) Jubelt, ihr Himmel, und jauchze, du Erde! Und ihr Berge, brecht in Jubel aus! Denn der H-rr hat sein Volk getröstet, und über seine Elenden erbarmt er sich. (14) Zion sagt: Verlassen hat mich der H-rr, der H-rr hat mich vergessen. (15) Vergisst <etwa> eine Frau ihren Säugling, dass sie sich nicht erbarmt über den Sohn ihres Leibes? Sollten selbst diese vergessen, ich werde dich niemals vergessen."

Schaut euch diesen wunderschönen Vergleich an. Eine Mutter wird ihr Kind vergessen, das sie säugt. Das schönste, was sie hat, wird sie vergessen. Aber G-tt wird Israel nicht vergessen!!! (betrachtet auch Jes. 60:14-15, und 62:2-4). Thomas von Aquin:

"Es wäre rechtmaessig, entsprechend dem Brauch, Juden aufgrund ihres Verbrechens in immerwaehrender Knechtschaft zu halten, und die Obersten mögen den Besitz von Juden als Staatseigentum betrachten."

Wie Jesaja sagt: "KNECHT DER HERRSCHER" und "verachtet, und wir haben ihn nicht geachtet."


Wenn ihr einen Christen fragt, und er offen und ehrlich ist, warum wir Juden in unserem Exil so viel zu erleiden haben - was würde er antworten? Er würde sagen: "Die Juden werden bestraft, weil sie ihren Messias abgelehnt haben". Dies war die Theologie der Kirche von Anfang an - bereitete jedoch der frühen Kirche große Probleme. Es war wahr, die Juden waren im Exil - aber sie sollten längst vom Erdboden verschwunden sein, wie auch die Babylonier oder andere "böse Nationen". Warum gibt es sie noch? Sie sollten aufgrund ihrer Sünden wirklich verschwinden. Aus diesem Grund wurde die Doktrin des "Zeugen-Volkes" entwickelt. Die Existenz Israels und ihre Unterwerfung gegenüber den Christen war ein "Beweis" der Wahrheit des Christentums. Wie ich schon Thomas von Aquin zitierte; es war die Begründung dafür, dass Juden als Sklaven des Staates angesehen werden und dass all ihre Besitztümer von der Krone konfisziert werden konnten. Aufgrund ihres Verbrechens waren all diese Verfolgungen gerechtfertigt. Aber jetzt - wenn der Messias kommt, und es ist nicht J., sondern der wirkliche Nachkomme Davids, und das jüdische Volk in sein Reich heimkommt. Wenn alle Nationen sehen, dass die Juden mit ihrer Ablehnung von J. Recht hatten, was werden die Nationen sagen hinsichtlich ihrer Judenverfolgung? Was werden sie sagen im Hinblick auf all das Leiden, dass sie Israel zugefügt haben? Ja, lasst es uns betrachten: Wenn J. nicht der Messias ist, wie müsste man dann all die Aktionen der Nationen gegen die Juden bezeichnen? Sünden. Was passiert ist: Die Nationen werden erkennen, dass sie sich nicht darum gekümmert haben, und dass Israel all die Jahre unter ihren Sünden zu leiden hatte. Sehen wir uns einmal Gen. 31:36 an.

Nachdem Laban Jakob verfolgt hatte, fragte Jakob ihn: "Was ist mein Verbrechen, was ist meine Sünde". Er fragte: "Wie habe ich gegen dich gesündigt?" Wenn jemand einen anderen inkorrekt behandelt, nennt man das "gegen ihn sündigen". Die Nationen werden sagen: "Wir haben gegen Israel gesündigt, dass wir es all die Jahre verfolgt haben."

"Wir erkennen nun, dass viele, viele Jahrhunderte unsere Augen mit Blindheit geschlagen waren, sodass wir die Schönheit Deines erwählten Volkes nicht länger gesehen und in ihrem Angesicht nicht länger die Züge unseres erstgeborenen Bruders erkannt haben. Wir erkennen, dass unsere Stirn mit dem Kainszeichen versehen ist..." Papst Johannes XXIII.

Das Kainszeichen. Die Juden hatten diese Sünden der Nationen all die Jahre ihres Exils zu tragen.


Jesaja 53:4-5: "Jedoch unsere Leiden - er hat <sie> getragen, und unsere Schmerzen - er hat sie auf sich geladen. Wir aber, wir hielten ihn für bestraft, von G-tt geschlagen und niedergebeugt. Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserem Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden."

Die Nationen werden sich ansehen, was sie den Juden angetan haben, und sagen: Sie haben gelitten, weil wir gesündigt haben und nicht erkannten, wer sie wirklich sind. Wir haben gesündigt und schändlich gehandelt. Israel hat die schändlichen und sündigen Taten der Nationen ertragen. Hesekiel 36:6-15:

"[...] in meinem Eifer und in meinem Grimm habe ich geredet, weil ihr die Schmach der Nationen getragen habt. (7) Darum, so spricht der Herr, H-rr : Ich, ich habe meine Hand <zum Schwur> erhoben: Wenn die Nationen, die rings um euch her sind, ihre Schmach nicht selbst tragen! [...] (15) Und ich will dich nicht mehr die Schmähungen der Nationen hören lassen, und das Höhnen der Völker sollst du nicht mehr länger ertragen müssen [...]"

Die Nationen werden ihre Sünde zugeben. Wie haben sich die Nationen Israel gegenüber verhalten? Sehen wir uns einmal an, wie es im Koran heisst:

"Und Demütigung und Elend waren ihnen aufgeprägt, und sie wurden mit dem Zorn Allahs konfrontiert. Dies geschah, weil sie Allahs Offenbarungen nicht geglaubt und den Propheten zu Unrecht erschlagen haben. Dies geschah aufgrund ihres Ungehorsams und ihrer Missetat."

Wie der Prophet schreibt: "wir hielten ihn für bestraft, von G-tt geschlagen". Luther fragte: "Was sollen wir mit diesem verworfenen und verdammten Volk, den Juden, tun?" Sein Programm beinhaltete: Synagogen und Haeuser niederbrennen, die jüdischen heiligen Schriften konfiszieren, Rabbinern das Lehren verbieten, Juden verbieten zu reisen oder auf Zinsen zu leihen, Juden zu harter Arbeit zwingen und sie aus christlichen Ländern zu vertreiben. "er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen." Als 1944 die Deportationen aus der Slowakei nach Auschwitz im Gange waren, trat Rabbi Weissmandel an einem Sonntag an den Papal Nuncio heran und bat ihn, bei Präsident Tiso (einem katholischen Priester) zu intervenieren. Ihm wurde gesagt: "Dies ist ein Sonntag - ein heiliger Tag für uns. Weder ich noch Pater Tiso beschäftigen uns an diesem Tag mit profanen Dingen". Als der Rabbi ihn darauf hinwies, dass unschuldige Frauen und Kinder nach Auschwitz gebracht würden, antwortete er: "Es gibt auf der Welt kein unschuldiges Blut jüdischer Kinder. Alles jüdische Blut ist schuldig. Es ist eure Bestimmung, zu sterben. Diese Strafe ist euch vorherbestimmt wegen jener Sünde (dem Tod von J.)". "wir hielten ihn für bestraft, von G-tt geschlagen und niedergebeugt. [...] zerschlagen um UNSERER Sünden willen..."

Jesaja 53:6-7: "Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen <eigenen> Weg; aber der H-rr liess ihn treffen unser aller Schuld." (alt Hebr.: Der H-rr akzeptierte sein Gebet für unsere Verfehlungen. Die Wurzel des hebr. Wortes Hifgiah bedeutet ebenfalls "anflehen" oder "sich einsetzen" wie in Vers 12) "Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf wie das Lamm, das zur Schlachtung geführt wird und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Scherern; und er tat seinen Mund nicht auf."

Wie wir bereits in Jeremia 16:19 gesehen haben, werden die Nationen zugeben, den falschen Weg gegangen zu sein. Psalm 44:12-23:

"(12) Du gabst uns hin wie Schlachtvieh, und unter die Nationen hast Du uns zerstreut. [...] (14) Du machtest uns unseren Nachbarn zum Hohn, zum Spott und Schimpf denen, die uns umgaben [...] (23) um deinetwillen werden wir umgebracht den ganzen Tag, als Schlachtvieh werden wir angesehen."

Das jüdische Volk wurde in jeder Generation dahingeschlachtet, still gingen diese Menschen in ihren Tod, um G-ttes Namen willen.


Jesaja 53:8: "Aus Drangsal und Gericht wurde er hinweggenommen. Und wer wird über sein Geschlecht nachsinnen? Denn er wurde abgeschnitten vom Lande der Lebendigen (lit.: dem lebendigen Land). Wegen des Vergehens [meines] Volkes <hat> sie Strafe <getroffen>" (hebr. Lamo=sie, nicht ihn).

Bevor ich dies erkläre, möchte ich auf die Fehlübersetzung eingehen (s.a. Anhang). Das hebr. Wort hier heisst "Lamo" und ist an seinen anderen Erscheinungspunkten korrekt mit "sie" übersetzt. Ein Beispiel hierfür finden wir in Kapitel 48:21 (ihnen), 44:7 (ihnen), 16:4 (ihnen) (Es gibt keine Beispiele von Ausnahmen, bei denen Präpositional- Pronomen im Plural sich auf etwas anderes als auf ein Nomen im Plural bezieht). Die Übersetzung wurde nur derart gestaltet, um von der wahren Bedeutung abzulenken. Als nächstes wird in diesem Vers der Ausdruck "Land der Lebendigen" (hebr.: Eretz Chaim) benutzt. Dies bezeichnet immer das Land Israel. Die Worte "abgeschnitten vom Lande der Lebendigen" bezieht sich auf das Exil von Israel (siehe Hes. 32:23-27, wo der Prophet die Strafe für jene beschreibt, welche das Land Israel terrorisierten, und dabei Israel das "Land der Lebenden" nennt). Dieser Vers sagt uns also, dass das jüdische Volk in's Exil geschickt wird (wie jederman weiss).

Jesaja 53:9: "Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab, aber bei einem Reichen <ist er gewesen> in seinenToden" (hebr. BeMosav=Plural!) " weil er kein Unrecht begangen hat und kein Trug in seinem Mund gewesen ist."

Wiederum sehen wir, dass in der Übersetzung der Singular gebraucht wird anstelle des Plurals im hebräischen Urtext. Diese Prophetie paraphrasiert Zephanja 3:12-20:

"(12) Und ich werde in deiner Mitte ein demütiges und geringes Volk übriglassen, und sie werden beim Namen des H-rrn Zuflucht suchen. (13) Der Rest Israels wird kein Unrecht tun und keine Lüge reden, und in ihrem Mund wird keine trügerische Zunge gefunden werden [...] (15) Der H-rr hat deine <Straf->Gerichte weggenommen, deinen Feind weggefegt [...] (19) Siehe, zu jener Zeit werde ich an denen Handeln, die dich unterdrücken. Ich werde das Hinkende retten und das Vertriebene werde ich zusammenbringen. Und ich werde sie zum Lobpreis und zum Namen machen in jedem Land ihrer Schande. (20) In jener Zeit werde ich euch herbeiholen und zu <jener> Zeit euch sammeln. Denn ich werde euch zum Namen und zum Lobpreis machen unter allen Völkern der Erde, wenn ich euer Geschick vor euren Augen wenden werde, spricht der H-rr."

Jesaja 53:10: "Doch dem H-rrn gefiel es, ihn zu zerschlagen. Er hat ihn leiden lassen. Wenn" (hebr.: konjunktiv, nicht temporal!) "er sein Leben als Schuldopfer eingesetzt hat, wird er Nachkommen" (hebr. Särah) "sehen, er wird <seine> Tage verlängern. Und was dem H-rrn gefällt, wird durch seine Hand gelingen."

Hier wechseln die Sprecher wiederum. Der Prophet setzt den Text fort und gibt den Grund für das Exil an. Alles wurde getan, damit Israel in die Lage versetzt wird, seine Belohnung zu empfangen. Die Prophezeihungen hier sind eine Neuformulierung der Verheissungen der Torah. Dt 30:19-20:

"Ich rufe heute den Himmel und die Erde als Zeugen gegen euch auf: Das Leben und den Tod habe ich euch vorgelegt, den Segen und den Fluch! So wähle das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen, (20) indem du den H-rrn, deinen G-tt liebst und seiner Stimme gehorchst und ihm anhängst! Denn das ist dein Leben und die Dauer deiner Tage, dass du in dem Land wohnst, das der H-rr deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, ihnen zu geben."

Israel ist vor die Wahl gestellt - wenn sie akzeptieren, werden sie ein langes Leben und viele Nachkommen haben. Dieser Vers zeigt uns wiederum, dass es nicht, wie Christen es behaupten, eine Referentz zu J. sein kann. Erstens heisst es: "WENN" (kond.!) "er sein Leben...". Glauben sie etwa, die ganze Sache wäre nur eine Möglichkeit gewesen - und vielleicht unter Umständen gar nicht stattgefunden hätte? J. hätte etwas anderes tun können, als G-tt wollte? Es ist hier eine klare Wahl. Zweitens, was noch weitaus bedeutsamer ist: Diese Prophetie bezieht sich auf leibliche Nachkommen - und J. hatte keine. Viele Christen versuchen zu kontern, damit seien seine Jünger gemeint, und keine leiblichen Nachkommen - aber das ist nicht der Fall. Das hebr. wort Särah (Same) bezieht sich immer auf leibliche Nachkommen, und die Bibel bietet einen klaren Beweis dafür. Erinnert euch an die Geschichte mit Abraham. Eine lange Zeit hatte er keine Kinder; und G-tt kam zu ihm und sagte, er würde ihn belohnen. Abraham fragte daraufhin, was das für einen Wert hätte - wo er doch keinen Sohn habe, der es erben könnte, ausser seinem Knecht Elieser. Gen. 15:2-4:

"Da sagte Abram: Herr, H-rr, was willst Du mir geben? Ich gehe doch kinderlos dahin, und Erbe meines Hauses, das wird Elieser von Damaskus. (3) Und Abram sagte: Siehe, mir hast Du keinen Nachkommen" (Särah) "gegeben, und siehe, der Sohn" (Ben - bezieht sich auf Nachfolger) "meines Hauses wird mich beerben." (Abraham beklagt sich, welchen Wert denn eine Belohnung für ihn habe, wenn er keinen Särah, keinen leiblichen Nachkommen, sondern nur einen Ben, ein Mitglied seines Haushaltes, als Erben habe) "(4) Und siehe, das Wort des H-rrn <geschah> zu ihm: Nicht dieser wird dich beerben, sondern der aus deinem Leibe hervorgeht, der wird dich beerben."

Somit antwortete G-tt ihm, dass nicht der Ben, nicht der nicht-leibliche Nachfolger, sondern ein leiblicher Nachkomme, ein Särah, ihn beerben würde. Särah meint also ganz eindeutig einen leiblichen Nachkommen. hätte in diesem Vers also einfach nur von Nachfolgern die Rede sein sollen, wäre das Wort Ben benutzt worden, wie es auch an verschiedenen anderen Stellen der Bibel der Fall ist.


Jesaja 53:11-12: "Um der Mühsal seiner Seele willen wird er <Frucht> sehen, er wird sich sättigen. Durch seine Erkenntnis wird der Gerechte, mein Knecht, den Vielen zur Gerechtigkeit verhelfen, und ihre Sünden wird er sich selbst aufladen. (12) Darum werde ich ihm Anteil geben unter den Großen, und mit Gewaltigen wird er die Beute teilen: Dafür, dass er seine Seele ausgeschüttet hat in den Tod und sich zu den Verbrechern zählen liess. Er aber hat die Sünden vieler getragen und für die Verbrecher Fürbitte getan."

Hier sehen wir, dass wiederum G-tt über seinen Knecht und seine Belohnung spricht. Vieles hiervon ist bereits weiter vorne erwähnt; lasst mich daher nur noch das hinzufügen, was noch nicht gesagt wurde. Zuerst einmal ist es Israels Aufgabe in der Welt, Gerechtigkeit zu verbreiten. In Jes. 60:3 lesen wir: "Und es ziehen Nationen zu deinem Licht hin und Könige zum Lichtglanz deines Aufgangs." (das gleiche steht auch 42:6 und 49:6). Sacharja 8:13,23:

"(13) Und es wird geschehen: Wie ihr ein Fluch unter den Nationen gewesen seid, Haus Juda und Haus Israel, so werde ich euch retten, und ihr werdet ein Segen sein. (23) So spricht der H-rr der Heerscharen: In jenen Tagen, da werden zehn Maenner aus Nationen mit ganz verschiedenen Sprachen zugreifen, ja, sie werden den Rockzipfel eines jüdischen Mannes ergreifen und sagen: Wir wollen mir euch gehen, denn wir haben gehört, dass G-tt mit euch ist."

(den gleichen Gedanken verkörpert - unter vielen anderen Stellen - auch Jes. 2:2-5). Was soll das nun heissen: "ihre Sünden wird er sich selbst aufladen"? Ziehen wir Jes. 61:6-9 hinzu:

"(6) Ihr aber, ihr werdet die Priester des H-rrn genannt werden; Diener unseres G-ttes wird man zu euch sagen..."

Das ist es, was wir auch in 2.Mo 19:5-6 finden: "Ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein." Wenn nun die Juden allesamt Priester sind - wer sind dann die Laien? Die übrigen Nationen, die wir gesehen haben, werden schließlich gemeinsam mit den Juden den wahren G-tt anbeten. Schauen wir nun, was 4.Mo 18:1 über die Rolle der Priester sagt:

"Und der H-rr sprach zu Aaron: Du und deine Soehne und das Haus deines Vaters mit dir, ihr sollt die Schuld am Heiligtum tragen; und du und deine Söhne mit dir, ihr sollt die Schuld in eurem Priesteramt tragen."

Das ist die Rolle der Priesterschaft - Schuld zu tragen. Als nächstes erscheint der Gedanke des sich Einsetzens für die Nationen ganz offen in einer Prophetie in Jeremia 29:7:

"Sucht den Frieden der Stadt, in die ich euch gefangen weggeführt habe, und betet für sie zum H-rrn! Denn in ihrem Frieden werdet ihr Frieden haben."

Ein klares Indiz dafür, dass Israel zur Zeit des Exils sich für die Nationen einsetzen soll. Tatsächlich gibt es da ein Gebet, welches in vielen Synagogen bis zum heutigen Tage gesprochen wird, für das Wohlergehen des Staates und der Regierung.

Der wohl befremdlichste Teil der Prophetie ist der letzte Vers (12). Hier spricht der Prophet vom Teilen der Beute. Was ist das für eine Beute? Sicherlich kann man diesen Teil schlecht auf J. beziehen. Hat er behauptet, seine Nachfolger mit Reichtümern zu überschütten? Das Wort, welches hier benutzt wird, Shalal, bedeutet physikalischen Reichtum, woimmer es benutzt wird. Worauf bezieht es sich? Es ist eine Verheissung, welche G-tt seinem Volk hinsichtlich dessen gegeben hat, was sich am Ende der Tage nach dem großen Krieg von Gog und Magog ereignen wird. Sacharja 14:14: "Da wird dann der Reichtum aller Nationen ringsum eingesammelt werden: Gold und Silber und Kleider in großer Menge." Was wird mit diesem Reichtum geschehen, der rund um Jeruslem eingesammelt wird? Hesekiel 39:10: "Und sie werden ihre Räuber berauben und ihre Plünderer plündern, spricht der H-rr". All der Reichtum wurde dem jüdischen Volk gestohlen, von all den Nationen, all die Spezial- Steuern, die Häuser, das ganze Land - kurz: Alles wird zurueckgegeben. Das ist die Beute von Jes. 53:12.


Nachwort

Da ich nun die Erklärung dieses Kapitels beendet habe, bleiben zwei Fragen offen, die gestellt werden:

1) Was du da sagst ist ja ganz nett, aber es ist doch nicht die traditionell jüdische Erklärung! Diese wurde doch erst im 11.Jhd. von Rashi entwickelt, um die Juden vom Konvertieren abzuhalten. Die Juden in den davorliegenden Jahrhunderten wussten doch, dass der Messias hier gemeint ist.

Die Antwort ist: Dies ist eine glatte Lüge. Zum einen: der Zohar zu 2.Mose und Midrash Rabbah zu 4.Mose sind beides sehr alte rabbinische Werke, die Jesaja 53 mit Israel in Verbindung bringen. Zum anderen, und weitaus bedeutenderen als diesem, zitiert eine der ältesten Referenzen zu diesem Kapitel aus einer christlichen Quelle (in Contra Celsum), welche aus dem späten 2.Jhd stammt, das alte jüdische Verständnis, dass sich dies auf das jüdische Volk und seine Leiden bezieht:

"Ich erinnere mich, dass ich einmal in einer Diskussion mit solchen, die die Juden als Gelehrte betrachteten, diese Prophezeihungen (Jes.53) erwähnte. Dabei sagten die Juden, dass sich diese Prophezeihungen auf das ganze jüdische Volk bezogen, und nicht auf ein einzelnes Individuum..."

Sogar Quellen des 2.Jhd wussten, dass die Juden Jes. 53 als Bezug auf Israel verstehen. Darüberhinaus kann sogar aufgezeigt werden, dass sie selbst zu Zeiten von J. niemals mit dem Messias in Verbindung gebracht wurden. Woher ich das weiß? Seht euch doch Matthäus 16:16-20 an. Dort sehen wir, dass aus der Sicht des NT Petrus vollkommen richtig erkannt hatte, dass J. der Messias sei, und darauf hingewiesen wurde, dies nicht zu offenbaren. Aber lasst uns nun Matthäus 16:21-22 betrachten (direkt im Anschluss an jene Verse):

"Von der Zeit an begann Jesus seinen Juengern zu zeigen, dass er nach Jerusalem hingehen müsse und von den Ältesten und Hohepriestern und Schriftgelehrten vieles leiden und getötet und am dritten Tag auferweckt werden müsse. (22) Und Petrus nahm ihn beiseite und fing an, ihn zu tadeln, indem er sagte: G-tt behüte dich, Herr! Dies wird dir nicht widerfahren.

Was geht hier vor? Wenn es denn wahr ist, dass die Juden wussten, dass Jes. 53 sich auf den Messias beziehe, so sollte Petrus doch gesagt haben: Aber ja, Herr, das verstehen wir; das ist das, was in Jes. 53 geschrieben steht: Der Messias muss leiden und sterben. Aber was macht er? Er tadelt J. und sagt ihm: Bist du denn meschugge geworden? Nirgendwo steht, dass der Messias sterben soll. Petrus wusste dies nicht, und auch die Juden wussten es nie - weil es nie den Messias meinte. Selbst zur Zeit von J. brachte niemand Jes. 53 mit dem Messias in Verbindung.

2)Ihr mögt nun sagen: Hör mal, Moshe. Was du da sagst ist, wie die Juden es verstehen. Aber Christen verstehen das doch ganz anders. Wer weiß denn nun, was richtig ist? Das haengt doch ganz davon ab, von welchem Standpunkt es betrachtet wird: Ein Jude sagt: Es ist Israel! Und ein Christ sagt: Nein, es ist J.!

Aber das ist nicht wahr. Es gibt eine Anzahl christlicher Bibeln, welche übersetzt und mit Kommentaren aus christlichen Quellen versehen wurden. Eine der bekanntesten ist die New English Bible - Oxford Study Edition. Und in jener lesen wir:

"52:13-53:12. Das vierte Lied vom G-ttesknecht. Der leidende Knecht. Siehe 42.1-4 n. Israel, der Knecht G-ttes, hat gelitten wie ein gedemütigtes Individuum. Wie auch immer, der Knecht hat dies ohne Beschwerde ertragen wegen seines stellvertretenen Leidens (Leidens für andere). 13-15: Nationen und Könige werden überrascht sein, den Knecht erhöht zu sehen. 53.1: Die Menge der heidnischen Nationen, unter denen der Knecht (Israel) lebte, sprechen hier (bis Vers 9) und sagen, dass die Bedeutung von Israels Demütigung und anschließender Erhebung schwer zu glauben ist. 2: Im traditionellen Hebräisch geht es dem Gerechten gut wie einem Baum am Wasser, aber der Übeltäter ist wie eine Pflanze auf dürrem Boden: vgl. Ps. 1.3-6. 3: Sie wenden ihre Augen ab; lit. verbergen ihr Gesicht, ein Ausdruck, der im Zusammenhang mit Leprakranken verwendet wird, deren Krankheit, als Zeichen der Sünde angesehen, sie verachtenswert machte. 4-5: Das stellvertretende Leiden, welches hier zum Ausdruck gebracht wird, steht sowohl im Widerspruch zur traditionellen Schuld-Solidarität von 2.Mo 20.5 als auch zur individuellen Verantwortung, die von den Propheten zur Zeit des Exils eingebracht wurde; s. Jer. 31.30; Hes. 18.5: Heilung für uns: lit. "unser Frieden", bedeutet "allgemeines Wohlbefinden" 6-7 Der Knecht wird wie ein Schaf geführt im Gegensatz zu den Menschen, die ihren eigenen Weg gehen. 8: Obwohl ein legaler Prozess im Gange zu sein scheint, erfährt der Knecht keine Gerechtigkeit; s. Jer. 39:5-6. 9: Der Tod bezieht sich wahrscheinlich auf die Zerstörung und das Exil Israels. Vergleiche Hes. 37.10-12: Das Thema von 52:13 wird wieder aufgenommen. Israel, das für alle Welt gelitten hat, wird nun an seinen gerechten Platz versetzt. 10: Langes Leben und Kindeskinder sind die Zeichen einer endgueltigen Rechtfertigung vor G-tt; s. Hiob 42:16-17. 11: Gebadet in Licht, erfreuen sich G-ttes Bevorzugung; Ps. 80.3.

Da habt ihr es, sogar christliche Gelehrte wissen, auf wen sich Jesaja 53 bezieht: Es ist Israel, G-ttes leidender Knecht.

Anmerkungen des übersetzers:
  1. Ich übernehme keinerlei Garantien für die absolute Richtigkeit meiner übersetzung. Dies gilt insbesondere für Zitate, die dem Deutschen entnommen und somit von mir "rückübersetzt" wurden. Da mir jene Quellen fehlen, konnte ich nur eine sinngemaesse übersetzung vornehmen.
  2. Als Bibeltext liegt der deutschen übersetzung die Revidierte Elberfelder Bibel vor; sie erscheint mir als die genaueste. Die Texte wurden aus dieser originalgetreu übernommen. Ausnahmen hiervon sind klar kenntlich: Zum einen habe ich die Schreibweise des Namens G-ttes den jüdischen Gepflogenheiten angepasst (wie auch hier). Zum anderen sind gelegentlich Textstellen durch in den Fussnoten selbiger Übersetzung gemachte Alternativvorschlaege ersetzt worden; dies ist jedoch durch eckige Klammern [] hervorgehoben.
  3. Die Übersetzung dieses Textes geschah im Einklang mit dem Autoren, R' Moshe Shulman. Wer ihm weitere Fragen stellen möchte, möge dies bitte in English (oder Jiddish ;) tun - darum hat Moshe mich gebeten. Er ist des Deutschen leider nicht mächtig - auch wenn es dem Jiddishen teilweise stark ähnelt.
  4. Erreichbar ist Moshe entweder per EMail oder per SnailMail (SackPost oder SchneckenPost):
    Moshe Shulman
    1362 46th Street
    Brooklyn, New York
    USA, 11219
 
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  Davide
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Re: Jesaja 53 

Ganz schön viel hier zu lesen inzwischenaber bin ja leseratte.bere würd mal gern was pers.fragen zu euerm verein ,kannst mich ja mal anscheiben. so den rest lese ich morgen.

 
New Post 7/11/2008 1:55 PM
  Tanir
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Re: Jesaja 53 

http://wejew.com/media/2237/Lazer_Brody_Mountain_Teachings/

Allen einen guten shabbes,  die verpflichtet sind, ihn zu hüten.

 

www.wejew.com

Tanir

 
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  Davide
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Re: Jesaja 53