Macht die Tore auf, dass einzieht eine gerechte Nation, die Treue bewahrt ! Bewährten Sinn bewahrst du in Frieden, in Frieden, weil er auf dich vertraut. Vertraut auf den HERRN für immer ! Denn in Jah, dem HERRN, ist ein Fels der Ewigkeiten.
Die, die in der Höhe wohnen, hat er niedergeworfen, die hochragende Stadt; er hat sie niedergestürzt, hat sie zu Boden niedergestürzt, hat sie niedergestoßen bis in den Staub. Es zertritt sie der Fuß, die Füße der Elenden, die Tritte der Geringen. -
Der Pfad für den Gerechten ist Geradheit; gerade ist der Weg des Gerechten, den du bahnst. Selbst auf dem Pfad deiner Gerichte, HERR, haben wir auf dich gewartet. Nach deinem Namen und nach deinem Lobpreis ging das Verlangen der Seele.
Mit meiner Seele verlangte ich nach dir in der Nacht; ja, mit meinem Geist in meinem Innern suchte ich dich. Denn wenn deine Gerichte die Erde treffen, lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit.
Wird dem Gottlosen Gnade zuteil, lernt er nicht Gerechtigkeit; im Land der Geradheit handelt er unrecht und sieht nicht die Hoheit des HERRN.
HERR, deine Hand ist hoch erhoben, sie wollen es nicht sehen. Sehen werden sie den Eifer um das Volk und zuschanden werden; ja, Feuer gegen deine Gegner wird sie verzehren.
HERR, du wirst uns Frieden geben, denn du hast ja alle unsere Werke für uns vollbracht. HERR, unser GOTT, über uns haben außer dir andere Herren geherrscht; allein durch dich haben wir an deinen Namen gedacht.
Tote werden nicht lebendig, Schatten stehen nicht wieder auf. Darum hast du sie heimgesucht und ausgerottet und hast jede Erinnerung an sie verloren gehen lassen. Du hast die Nation vermehrt, HERR, du hast die Nation vermehrt, du hast dich verherrlicht. Du hast alle Grenzen des Landes erweitert.
HERR, in der Not haben sie dich gesucht. Als deine Züchtigung sie bedrängte, schrien sie. Wie eine Schwangere, die, dem Gebären nahe, sich windet, um Hilfe schreit in ihren Wehen, so sind wir, HERR, vor deinem Angesicht gewesen. Wir gingen schwanger, wir wanden uns. Doch es war, als ob wir Wind geboren hätten: Rettung verschafften wir dem Land nicht, und Bewohner der Welt wurden nicht geboren.
Deine Toten werden lebendig, meine Leichen wieder auferstehen. Wacht auf und jubelt, Bewohner des Staubes! Denn ein Tau der Lichter ist dein Tau, und die Erde wird die Schatten gebären.
Geh hin, mein Volk, tritt ein in deine Zimmer und schließ deine Tür hinter dir zu ! Verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis der Zorn vorübergegangen ist !
Denn siehe, der HERR zieht aus seiner Stätte aus, um die Schuld der Erdenbewohner an ihnen heimzusuchen. Dann wird die Erde ihr Blut enthüllen und nicht länger ihre Erschlagenen bedecken.
An jenem Tag wird der HERR mit seinem harten, großen und starken Schwert heimsuchen den Leviatan, die flüchtige Schlange, und den Leviatan, die gewundene Schlange, und wird das Ungeheuer erschlagen, das im Meer ist.
An jenem Tag wird man sagen: Ein prächtiger Weinberg ! Besingt ihn !
ICH, der HERR, behüte ihn, bewässere ihn alle Augenblicke. Damit ihm nichts zustößt, behüte ich ihn Nacht und Tag. Zorn habe ich nicht. Oh, fände ich Dornen und Disteln darin, im Kampf würde ich auf sie losgehen, sie allesamt verbrennen ! Oder man müsste meinen Schutz ergreifen, Frieden mit mir machen, Frieden machen mit mir.
In den kommenden Tagen wird Jakob Wurzeln schlagen, Israel blühen und knospen; und sie werden mit Früchten füllen die Fläche des Erdkreises. Hat er es geschlagen, wie er die schlug, die es schlugen ? Oder ist er ermordet worden, wie seine Mörder ermordet wurden ?
Mit Maßen, als du es verstießest, hast du mit ihm einen Rechtsstreit geführt. Er trieb es fort mit seinem heftigen Hauch am Tag des Ostwindes. Wahrlich, dadurch wird die Schuld Jakobs gesühnt werden. Und dies ist die ganze Frucht der Hinwegnahme seiner Sünde: dass es alle Altarsteine zerschlagenen Kalksteinen gleichmachen wird und Bilder der Ascherim und Räucheraltäre sich nicht mehr erheben. Denn die befestigte Stadt ist einsam, eine preisgegebene Wohnstätte und verlassen wie die Steppe. Dort weidet der Jungstier, und dort lagert er und frisst ihre Zweige kahl.
Wenn ihre Zweige dürr geworden sind, werden sie abgebrochen; Frauen kommen, zünden sie an. Denn es ist kein verständiges Volk. Darum erbarmt sich über sie nicht, der es gemacht hat, und der es gebildet hat, erweist ihm keine Gnade.
Und an jenem Tag wird es geschehen, da wird der HERR Ähren ausklopfen vom Euphratstrom an bis zum Bach Ägyptens, und ihr werdet zusammengelesen werden, einer nach dem andern, ihr Söhne Israel.
Und an jenem Tag wird es geschehen, da wird in ein großes Horn gestoßen werden, und die Verlorenen im Land Assur und die Vertriebenen im Land Ägypten werden kommen und den HERRN anbeten auf dem heiligen Berg in Jerusalem.
Mit Füßen wird zertreten die stolze Krone der Betrunkenen Ephraims. Und der welkenden Blume seiner herr-lichen Pracht auf dem Haupt des fetten Tales ergeht es wie dessen Frühfeige vor der Obsternte: Kaum ist sie in der Hand dessen, der sie erblickt, da verschlingt er sie.
An jenem Tag wird der HERR der Heerscharen für den Rest seines Volkes zur herrlichen Krone und zum prächtigen Kranz und zum Geist des Rechts dem, der zu Gericht sitzt, und zur Heldenkraft denen, die den Kampf zurückdrängen ans Tor.
Priester und Propheten wanken vom Rauschtrank, sind verwirrt vom Wein, taumeln vom Rauschtrank. Sie wanken beim Weissagen, torkeln beim Rechtsprechen. Denn alle Tische sind voll Unflat und Erbrochenem, dass kein Platz mehr da ist.
Wen will er Erkenntnis lehren und wem die Botschaft verständlich machen ? Kindern, die von der Milch ent-wöhnt, die von den Brüsten abgesetzt sind ?
Ja, durch stammelnde Lippen und durch eine fremde Sprache wird er zu diesem Volk reden, er, der zu ihnen sprach: Das ist die Ruhe! Schafft Ruhe dem Erschöpften ! Und das ist die Erquickung ! Aber sie wollten nicht hören.
Und das Wort des HERRN für sie wird sein: hier ein wenig, da ein wenig; damit sie hingehen und rückwärts stürzen und zerschmettert werden, sich verstricken lassen und gefangen werden.
Darum hört das Wort des HERRN, ihr Männer der Prahlerei, Beherrscher dieses Volkes, das in Jerusalem ist ! Denn ihr sagt: Wir haben einen Bund mit dem Tod geschlossen und mit dem Scheol einen Vertrag gemacht. Wenn die einherflutende Geißel hindurchfährt, wird sie uns nicht erreichen, denn wir haben Lüge zu unserer Zuflucht gemacht und in Trug uns geborgen.
Darum, so spricht GOTT, der HERR:
Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, felsenfest gegründet. Wer glaubt, wird nicht ängstlich eilen. Und ich werde das Recht zur Richtschnur machen und die Gerechtigkeit zur Waage.
Hagel wird die Zuflucht der Lüge hinwegfegen, und das Wasser wird das Versteck wegschwemmen. Und euer Bund mit dem Tod wird aufgehoben werden, und euer Vertrag mit dem Scheol wird nicht bestehen bleiben. Wenn die einherflutende Geißel hindurchfährt, dann werdet ihr von ihr zertreten werden. Sooft sie hindurch fährt, wird sie euch erfassen; denn Morgen für Morgen wird sie hindurchfahren, bei Tag und bei Nacht. Dann wird es lauter Schrecken sein, die Botschaft verständlich zu machen.
Der HERR wird sich aufmachen wie am Berg Perazim, wie im Tal bei Gibeon wird er toben, um sein Werk zu tun - befremdend ist sein Werk - und um seine Arbeit zu verrichten; seltsam ist seine Arbeit.
Und nun, treibt nicht Spott, damit eure Fesseln nicht fester gemacht werden ! Denn ich habe von fest beschlossener Vernichtung gehört durch den HERRN der Heerscharen, über die ganze Erde.
Horcht auf und hört meine Stimme !
Gebt acht und hört meine Rede !
(Jesaja 26,2 .... bis ... 28,22)