Ich möchte mich hier anschliessen und Trost spenden, obwohl ich weiss, dass es schwer ist das anzunehmen.
Vielleicht mal so: Es wurden ja auch 199 tote Libanesen ausgetauscht. Die hatten ja auch 199 Leben und viele Verwandte.
Die trauern jetzt auch. Es ist zynisch und teuflisch, wenn "Haut gegen Haut" (So wettet Satan mit G´tt um Hiob) ausgelöst wird.
Dennoch, für die hinterbliebenen Eltern und Freunde von Goldwasser und Regev ist immerhin die Unsicherheit vorbei.
Dazu aus unserer Familie (die ja am Holocaust mit Schuldig war und als Feind und Täter diese Last nie wird ablegen können):
Meine Großmutter hatte ihren ältesten Sohn "im Krieg verloren"- es gab nie eine Todesanzeige, keine Spur eines Leichnams.
Sie wartete 30 Jahre, dass ihr Ältester lebend zurückkam- mit 92 Jahren hatte sie die Hoffnung nicht aufgegeben-
sie hatte es jedoch geschafft, ihre Bitterkeit und Unvergebenheit ab- und aufzugeben.
Ich trauere mit den Anverwandten und dem ganzen Volk ISRAEL- auch wenn sie das eventuell nicht annehmen können, weil ich kein Jude bin, sondern aus dem deutschen Volk stamme, das schrecklicheres Unglück über Juden gebracht hat, als es die Hisbolla aus dem Libanon jemals wird tun können!
Gerade deshalb jedoch kann ich Worte finden, wo andere schamvoll schweigen, oder in stiller Wut und Trauer jetzt auf die schwarzen Särge und die Freudenraketen der Hisbolla auf den Bildschirmen und Zeitungen dieser Welt schauen.
Wir dürfen nicht vergessen, der ISLAM ist eine Art schamanische Religion, die in der Kaaba einen Meteoriten (der wie ein Blitz vom Himmel fiel) rituell umkreisen müssen (mindestens einmal in ihrem Leben) und als ALLAH einen Kriegsgott anbeten.
Wen wundert es also, wenn jetzt ein Mann, der ein vierjähriges israelisches Kind vor Kameras mit dem Schwert geköpft hat (Ritualmörder), im Austausch gegen die sterblichen Überreste zweier israelischer Soldaten im Kampfanzug mit "militärischen Ehren" von den fundamentalistischen Anhängern dieser Pseudo-Religion empfangen und bejubelt wird?
Der Wahnsinn hat System.
Ich wünsche es Israel und allen Juden, dass sie Genugtuung und Revanche und Satisfaktion und ein Ehrenmal für die "gefallenen Soldaten" bekommen. Dafür ist es nötig, dem der von sich sagt: "Alle Rache ist mein" die Seelen der Gemarterten anzubefehlen und für sich selber Frieden zu erbitten. Nur dann ist es möglich, dass die Ehre der israelischen Armee und des ganzen Volkes ISRAEL, insbesondere aller Juden nicht mehr öffentlich verhöhnt und mit Füssen getreten werden kann.
Ichn wünsche allen Betroffenen, dass sie die innere Stärke aufbringen, ihre Fassung und Kontenance wiederzuerlangen und nach einer Zeit der Trauer (die JESHIWAH von 8 Tagen) wieder für ihre Freunde beten können, die (wie die Freunde Hiobs zwar Unrecht hatten, ihn jedoch trotzdem trösten wollten) - damit der, dem nichts verborgen ist, und der seinen Arm ausstreckt um sein Volk in ZION zu beschirmen (Jesaja 51,12-16) das Leiden beendet.